BURIRAM – Ein Pickup-Fahrer rammte vor einem Militärlager ein Motorrad und tötete einen Soldaten. Später flüchtete er vom Unfallort und stellte sich der Polizei. Nun wird gegen den Beamten wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
Tödlicher Crash auf der Ausfallstraße
Der Crash ereignete sich am späten Abend des 22. Juni 2026 gegen 21:30 Uhr auf der Straße Buriram-Prakhon Chai. Ein schwarzer Toyota Vigo erfasste vor dem Tor des 23. Infanterieregiments im Unterbezirk Samet frontal ein Motorrad.
Der Kradfahrer wurde bei der Kollision rund 30 Meter weit auf die Mittelinsel geschleudert. Jede Hilfe kam für ihn zu spät: Der 36-jährige Stabsunteroffizier Naphatsakorn Sommutiram, den alle nur „Feldwebel Khem“ nannten, erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Hochzeitspläne und zwei Grenzeinsätze
Die Nachbarschaft trauert um einen Mann mit tadellosem Ruf. Stabsunteroffizier Khem diente als Soldat im angrenzenden Lager und hatte bereits zwei gefährliche Einsätze an der Grenze zu Kambodscha überlebt.
Anwohner berichten, dass er jeden Tag freundlich grüßte. „Es ist furchtbar. Er hat dem Land an der Grenze gedient, und dann passiert so etwas vor der Haustür“, sagte eine Augenzeugin unter Tränen. Der Soldat hatte bereits konkrete Pläne, seine Freundin in naher Zukunft zu heiraten.
Fahrer setzte sich unter Schock ab
Während der leblose Körper des Soldaten auf der Fahrbahn lag, entfernte sich der Unfallwagen. Wenig später fand die Polizei den schwer demolierten Pickup: Das vordere Kennzeichen war abgefallen und lag noch an der Unfallstelle.
Der Fahrer, der pädagogische Supervisor Thatsawin (vollständiger Name nicht veröffentlicht), kehrte noch in derselben Nacht zurück und stellte sich den Beamten. Er gab an, aus purer Panik vom Unfallort geflüchtet zu sein, als er wieder zu Sinnen kam, sei er sofort zur Polizei gegangen.
Anklage trotz Alkohol-Normalwert
Die Beamten der Polizeistation Mueang Buriram führten einen Alkoholtest bei dem Mann durch. Das Ergebnis zeigte einen Normalwert – der Fahrer war nachweislich nüchtern unterwegs.
Dennoch ließ die Polizei keine Milde walten und erhob Anklage. Dem Mann werden fahrlässige Tötung und Fahrerflucht zur Last gelegt, weil er nicht angehalten, keine Hilfe geleistet und sich nicht sofort zu erkennen gegeben hatte.
Ermittlungen gegen Bildungsbeamten
Der Unfallwagen wurde sichergestellt, und die Beamten werteten Aufnahmen von zwei Überwachungskameras aus. Sie zeigen, wie Feldwebel Khem vom Kasernengelände auf die mehrspurige Straße einbiegen wollte und dabei vom herannahenden Pickup mit voller Wucht erfasst wurde.
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Der Beschuldigte wurde in Polizeigewahrsam genommen. Die Ermittler prüfen nun den genauen Hergang, während die Kaserne um ihren beliebten Kameraden trauert.



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