BANGKOK – Groß angelegte Razzia der thailändischen Einwanderungsbehörde in der Hauptstadt. Mit der Operation „Bangkok lässt sie nicht bleiben“ nahmen Beamte sieben ausländische Verdächtige fest, die mit internationalen Haftbefehlen gesucht wurden. Die Vorwürfe wiegen schwer: Drogenhandel, Betrug und Veruntreuung in Millionenhöhe.
Sieben Festnahmen nach Hinweisen aus Peking und Hanoi
Die thailändische Einwanderungspolizei (ตม.1) hat am 17. Juli in mehreren Stadtteilen Bangkoks zugeschlagen. Auslöser waren Namenslisten, welche die Botschaften Chinas und Vietnams übermittelten.
Koordiniert wurde der Zugriff über die Abteilung für auswärtige Angelegenheiten der Königlich Thailändischen Polizei. Die Festnahmen erfolgten nach Koordination mit den Botschaften Chinas und Vietnams über die Abteilung für auswärtige Angelegenheiten der Polizei.
Drogenbossin in Charan Sanitwong gefasst
Die 39-jährige Vietnamesin Dong An soll in ihrer Heimat Drogenhandel betrieben haben. Der thailändischen Polizei zufolge beläuft sich der Wert der von ihr gehandelten Drogen auf umgerechnet rund zwei Millionen Baht.
Die Ermittler nahmen die Frau in ihrer Unterkunft im Bezirk Bang Phlat fest.
Millionenschwere Betrugsvorwürfe gegen Chinesen
Die weiteren sechs Festgenommenen sind chinesische Staatsbürger. Herr Wang (38) soll in China illegal rund zehn Millionen Baht von Bürgern kassiert haben und wurde auf der Fluchtroute Richtung Prachuap Khiri Khan gestoppt.
In einer Nobelunterkunft im Viertel Rang Nam ging den Beamten die 33-jährige Li ins Netz. Der Vorwurf gegen sie: Bestechung mit einem Schadenswert von ebenfalls zehn Millionen Baht.
Ermittler stürmen Luxuswohnungen in Sukhumvit und Prawet
In einer Eigentumswohnung im belebten Sukhumvit fasste die Polizei die 36-jährige Wang. Sie soll in China einen Betrug mit einer Schadenssumme von drei Millionen Baht begangen haben.
Im Bezirk Prawet schlugen die Beamten gleich doppelt zu. In einem Luxuswohnhaus nahmen sie den 39-jährigen Da Lin und eine 37-jährige Frau namens Li fest. Beiden werden separate Betrugsfälle mit je sechs Millionen Baht Schaden zur Last gelegt.
Letzter Zugriff in Lak Si
Der 40-jährige Yang war das siebte Ziel der Operation. Er soll seine berufliche Stellung ausgenutzt haben, um zwei Millionen Baht zu veruntreuen.
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Die Beamten fassten ihn im Bezirk Lak Si. Für ihn ordnete die Einwanderungsbehörde unmittelbar die Abschiebung aus dem Königreich an.
Thailand duldet keine kriminellen Ausländer
Alle sieben Inhaftierten sollen gemäß der strikten Politik der Immigrationsbehörde des Landes verwiesen werden. Sie sind als unerwünschte Personen eingestuft und verlieren jedes Recht auf weiteren Aufenthalt.
Die Sicherheitsbehörden setzen damit ein klares Zeichen, dass Thailand kein sicherer Hafen für flüchtige Straftäter ist, die sich der Justiz in ihrer Heimat entziehen wollen.



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