BANGKOK – Zigarettenqualm vom Nachbarn kann in Thailand strafbar sein. Die Abteilung für Krankheitskontrolle stellt klar: Wer auf dem eigenen Grundstück raucht und damit andere belästigt, macht sich angreifbar. Bei Missachtung einer behördlichen Anordnung drohen bis zu drei Monate Haft oder 25.000 Baht Geldstrafe.
Recht auf Rauchen endet am Gartenzaun
Auslöser war ein in sozialen Medien geteilter Nachbarschaftsstreit. Ein Mann rauchte im eigenen Garten. Der Rauch zog zum Nachbarn und löste dort allergische Reaktionen aus.
Der Rauchende zeigte sich uneinsichtig und soll gesagt haben: „Das ist mein eigenes Haus, ich kann rauchen, wo ich will.“ Die Nachbarn sollten sich einen Luftreiniger kaufen oder ausziehen.
Gesundheitsbehörde bezieht klar Stellung
Die Abteilung für Krankheitskontrolle widersprach dieser Haltung deutlich. Eigentumsrechte seien nicht absolut. Niemand dürfe seine Rechte so ausüben, dass andere verletzt oder geschädigt werden.
Zigarettenrauch fällt unter den Begriff „Belästigung“ im Sinne des Public Health Act von 1992. Dort ist jede Handlung erfasst, die Geruch, Rauch oder giftige Stoffe verursacht und die Gesundheit beeinträchtigt.
Was Betroffene jetzt tun können
Wer unter Rauchbelästigung leidet, sollte Beweise sammeln. Fotos und Videos von Rauchentwicklung und Rauchrichtung sind wichtig. Datum, Uhrzeit und Häufigkeit sollten notiert werden.
Ein ärztliches Attest, das gesundheitliche Folgen oder Allergien durch Zigarettenrauch bestätigt, wiegt besonders schwer. In Wohnsiedlungen kann zunächst die Hausverwaltung um Vermittlung gebeten werden.
Schriftliche Anordnung als scharfe Waffe
Bleibt das erfolglos oder handelt es sich um ein normales Wohnhaus, ist die örtliche Behörde zuständig. Bezirksämter, Stadtverwaltungen oder Tambon-Verwaltungsorganisationen nehmen Beschwerden entgegen.
Ein Beamter prüft den Fall. Wird die Belästigung bestätigt, erlässt er eine schriftliche Anordnung. Der Verursacher muss den Rauch abstellen – etwa durch Rauchverbot in Bereichen, die Nachbarn stören.
Ignorieren kann teuer werden
Wer die behördliche Anweisung missachtet, riskiert strafrechtliche Konsequenzen. Das Gesetz sieht Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten vor.
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Alternativ oder zusätzlich kann eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Baht verhängt werden. Die Behörde betont, dass ein friedliches Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme dennoch der beste Weg bleiben.

…gegenseitige Rücksichtnahme….in Thailand….ist das Satire?