DIN DAENG – Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt hat die Ursache des verheerenden Brandes in der Brauerei in Lat Phrao offengelegt: Ein Kurzschluss unter einer mit Schalldämmungsschaum verdeckten Decke löste das Feuer aus. Die dabei freigesetzten Giftgase führten zu einem schnellen Tod der Opfer. Als Konsequenz kündigte die Stadtverwaltung schärfere Kontrollen mit einer neuen 17-Punkte-Checkliste für Gastronomiebetriebe an.
Gouverneur nennt technische Details der Brandkatastrophe
Nach Angaben von Chadchart war der Betrieb als Restaurant mit Musik und Alkoholausschank genehmigt. Über einer zweistündig feuerfesten Gipsdecke war Schalldämmungsschaum aufgespritzt worden, in den Stromkabel eingehüllt waren.
Die Kabel wurden von fünf Leitungen zu einer zusammengeführt. An der Verbindungsstelle kam es vermutlich zum Kurzschluss. Das Feuer schwelte heftig im Schaum über der Decke, bis die Gipskartondecke nicht mehr standhielt und giftige Gase nach unten strömten.
Tödliche Gase durch PU-Schaum freigesetzt
Der brennbare Polyurethan-Schaum setzte Blausäure und Kohlenmonoxid frei. Beide Gase wurden laut Chadchart in den Körpern der Verstorbenen nachgewiesen und erklären den schnellen Todeseintritt.
„Man muss die Decke öffnen und nachsehen“, stellte der Gouverneur klar. Die Inspektion solcher Gebäude sei nicht einfach, weil die Elektroinstallation und die verwendeten Materialien unter der Verkleidung lägen.
Neue 17-Punkte-Checkliste als direkte Lehre aus dem Unglück
Die Stadtverwaltung verschärft nun die Standards für Brandschutzprüfungen. Dazu wurde die bestehende Checkliste auf 17 Punkte erweitert, die sich an den strengen Vorgaben für Dienstleistungsstätten orientiert.
Betreiber müssen künftig Bestätigungszertifikate vorlegen, etwa von einem Elektroingenieur für korrekte Verkabelung oder Nachweise über nicht brandfördernde Schaumqualität. Die Checkliste wurde bereits vorab an die Betreiber versandt.
Vorankündigung der Kontrollen als Strategiewechsel
Anders als bisher plant die BMA eine vorherige Ankündigung der Prüfungen. „Bei unangekündigten Kontrollen hätten sie keine Gelegenheit, die Informationen für uns vorzubereiten“, erklärte Chadchart.
Die Vorwarnung solle auch dafür sorgen, dass die Betreiber verstehen, was verbessert werden muss. An diesem Wochenende lädt die BMA alle 900 Betreiber in die Bezirke ein, um die Prüfabläufe zu erläutern.
Betriebe mit schweren Mängeln sofort geschlossen
Von über 1.000 betreuten Betrieben in Bangkok sind bereits über 880 geprüft worden. Bei mehr als 200 gab es Verbesserungsauflagen, über 500 erhielten Anweisungen zur Nachbesserung.
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59 Betriebe mussten wegen schwerwiegender Mängel sofort schließen. Die Kontrollen sollen innerhalb von drei Tagen nach der ersten Beanstandung fortgesetzt werden.
Ungenügende Stichproben durch angekündigte Routinen
Der Gouverneur räumte ein, dass bei früheren Inspektionen oft alles in Ordnung schien. Im Lat-Phrao-Fall waren bei der Prüfung normale Fluchtwege festgestellt worden, im laufenden Betrieb standen davor jedoch Tische mit Bonbonverkauf.
Die Stadtverwaltung will die Zahl der Stichproben erhöhen und nicht nur bei angekündigten Terminen kontrollieren. Gleichzeitig wurde betont, dass Betriebe ohne gültige Lizenz von der Polizei geschlossen werden sollen.
Untersuchung auf ungenehmigte Änderungen im Brauhaus
Chadchart hat den stellvertretenden Stadtverwalter beauftragt, zu prüfen, ob das Brauhaus in Lat Phrao weitere Genehmigungsänderungen vorgenommen hat. Dies sei Teil der laufenden Untersuchung zur Klärung aller Umstände.
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Über das Traffy-Fondue-System haben 27 Personen Beschwerden zu gastronomischen Betrieben eingereicht. Die Stadtratsmitglieder der Bezirke wurden gebeten, Läden im Auge zu behalten, bei denen die Bezirksverwaltung nicht einschreitet.

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