Autobombe zerstört Polizeiwache in Südthailand

Autobombe zerstört Polizeiwache – kein Verletzter, aber Schaden. Verdächtiger floh nach Anschlag in Südthailand auf Motorrad. Behörden fahren Sicherheit hochgefahren.

Autobombe zerstört Polizeiwache in Südthailand
Bangkok Post

NARATHIWAT – Vor der Tanyong Polizeistation in Narathiwat ist am 21. Juli eine Autobombe explodiert. Ein Verdächtiger platzierte ein improvisiertes Sprenggerät und floh auf einem Motorrad. Die Druckwelle beschädigte einen Pickup und Teile des Polizeigebäudes. Verletzt wurde niemand.

Sprengsatz vor der Polizeistation abgestellt

Gegen 19:20 Uhr am Abend des 21. Juli fuhr ein Verdächtiger ein Fahrzeug mit einem improvisierten Sprengsatz (IED) direkt vor das Gebäude der Polizeistation. Er parkte den Wagen, schob ihn auf das Gelände und sprang auf den Rücksitz eines wartenden Motorrads.

Der Fahrer des Motorrads gab Gas und verschwand mit dem Attentäter auf dem Sozius. Wenig später detonierte die Bombe und richtete Sachschaden an.

Keine Opfer, aber Gebäudeschäden

Trotz der Wucht der Detonation meldete die Polizei keine Verletzten oder Todesopfer. Die Splitter und die Druckwelle beschädigten mehrere Teile des Stationsgebäudes sowie einen geparkten Pickup-Truck.

Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes rückten noch am Abend an und sicherten den Bereich. Eine gründliche forensische Untersuchung des Tatorts war für den 22. Juli angesetzt.

Polizei fahndet nach dem Duo auf dem Motorrad

Ermittler werten nun Spuren aus, um den Angriff aufzuklären und die beiden Männer zu identifizieren. Über die Identität des Verdächtigen und seines Komplizen lagen zunächst keine konkreten Hinweise vor.

Die Polizei prüft mögliche Verbindungen zum anhaltenden Aufstand in den südlichen Grenzprovinzen. Ein klares Motiv nannten die Behörden noch nicht.

Großrazzia und Drohneneinsatz in Narathiwat

Nach der Explosion zogen Polizei, Militär und Verwaltungsbeamte die Sicherheitsschrauben in der gesamten Provinz an. Patrouillen wurden massiv aufgestockt und Hochrisikogebiete systematisch durchkämmt.

Die Einsatzkräfte setzen jetzt auch Drohnen zur Überwachung sensibler Orte ein. Verdächtige Gegenstände werden konsequent überprüft, die Grenzregionen und städtischen Zentren stehen unter besonderer Beobachtung.

Erst Ende Juni traf es Touristen in Tak Bai

Der Anschlag vor der Tanyong-Station ist nicht der erste in der Region. Ende Juni detonierte im Bezirk Tak Bai bereits eine Bombe am Straßenrand und traf zufällig zwei malaysische Touristen.

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Die Polizei geht davon aus, dass der Sprengsatz eigentlich einem Fahrzeug des Volunteer Defence Corps galt. Die Bombe zündete, als der Wagen der Urlauber vorbeifuhr. Beide Insassen wurden verletzt.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Behörden bringen den Anschlag von Tak Bai direkt mit der Gewalt der südlichen Aufständischen in Verbindung. Die Untersuchungen in beiden Fällen dauern an.

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Die Polizei hat die Sicherheitsmaßnahmen in der Provinz verschärft, darunter erhöhte Patrouillen, Inspektionen von Hochrisikogebieten, Überprüfung verdächtiger Objekte und den Einsatz von Drohnen zur Überwachung.

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Quelle: Thaiger

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