Pattaya verbietet Spenden an Obdachlose – Behörden setzen auf Sozialhilfe

Pattaya will künftig Spenden an Obdachlose verbieten und setzt stattdessen auf staatliche Sozialhilfe – doch viele lehnen die Hilfe ab.

Pattaya verbietet Spenden an Obdachlose – Behörden setzen auf Sozialhilfe
Pattaya Mail

PATTAYA – Die Stadtverwaltung greift durch: Unter Vize-Bürgermeister Damrongkiat Pinitkan patrouillierten Beamte am 22. Juli über den Pattaya Beach und durch die Soi Bua Khao. Ihr Ziel war es, Obdachlose zu erfassen und staatliche Hilfe anzubieten. Gleichzeitig richteten die Behörden einen eindringlichen Appell an Touristen und Einwohner, kein Bargeld mehr zu geben – um Bedürftige in die Sozialsysteme zu lotsen und das Image des Badeortes aufzupolieren.

Bargeld-Stopp soll Betroffene in Hilfsprogramme drängen

Damrongkiat forderte die Öffentlichkeit direkt auf, die Hand nicht mehr zu öffnen. Geldgeschenke von thailändischen und ausländischen Besuchern hielten die Menschen auf der Straße, statt sie in Notunterkünfte zu bewegen.

Laut Vize-Bürgermeister lehnen viele Obdachlose staatliche Unterstützung ab. Der Strand sichere ihnen ein regelmäßiges Einkommen und Sachspenden, was das Annehmen von Hilfsangeboten unattraktiv mache.

Kontrollen an Strand und in der Soi Bua Khao

Die Razzia folgte auf Anwohnerbeschwerden über Störungen im öffentlichen Raum. Teams inspizierten gezielt den Pattaya Beach und das Vergnügungsviertel Soi Bua Khao.

Ziel war es, Obdachlose zu identifizieren und ihnen Sozialhilfe nach thailändischem Recht zu unterbreiten. Die Stadt betonte, parallel daür zu sorgen, dass Gehwege und Parks sauber und sicher bleiben.

Keine Pflicht zur Unterkunft – Behörden die Hände gebunden

Rechtlich können die Beamten niemanden zwingen, ein Dach über dem Kopf anzunehmen. Lehnt ein Bedürftiger die Hilfe ab, müssen die Beamten ihn ziehen lassen.

Damrongkiat verwies auf das thailändische Gesetz, das eine Zwangsunterbringung verbietet. Viele der Angetroffenen seien bereits aus früheren Einsätzen bekannt und hätten auch damals jedes Angebot ausgeschlagen.

Illegale Matten-Vermietung sorgt für Zoff

Neben der Bettelei kritisiert das Rathaus ein weiteres Geschäftsmodell am Strand: Einige Obdachlose kauften Matten und Stühle, um sie illegal an Touristen zu vermieten.

Weigerten sich Besucher zu zahlen, sei es zu Streit gekommen. Der Vize-Bürgermeister sieht darin eine zusätzliche Belastung für das touristische Image, das die Kampagne nun bereinigen soll.

Abtransport ohne klare Ansage zum Ziel

Fotos in thailändischen Medien zeigen Beamte, die Obdachlose von den Kontrollpunkten wegführen. Was mit den Betroffenen nach dem Einsatz geschah, dazu schweigen die Behörden jedoch.

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ZUM ANGEBOT

Es ist ungewiss, ob sie in Unterkünfte gebracht oder nach der Befragung wieder auf die Straße entlassen wurden. Offizielle Angaben zu Verfahren oder konkreten Hilfsmaßnahmen fehlen bislang.

Weitere Treffen sollen schärfere Regeln prüfen

Das Rathaus plant, sich mit weiteren Behörden zusammenzusetzen, um die nächsten Einsätze zu koordinieren. Damrongkiat stellte klar, dass alle Schritte mit dem Gesetz und den Menschenrechten im Einklang stehen müssten.

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Die Kampagne zielt darauf ab, Pattayas Image als Top-Reiseziel zu stützen. Die Stadt will den Spagat zwischen sozialer Fürsorge und öffentlicher Ordnung künftig noch intensiver durchsetzen.

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Quelle: Thaiger

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