Silbertempel sperrt Frauen aus – verlangt aber Eintrittsgebühren

Tempel in Thailand sperrt Frauen aus dem Heiligtum – nimmt aber gleich viel Eintritt. Das erzürnt viele online, weil es gegen Fairness verstößt.

CHIANG MAI – Ein Foto von einem Hinweisschild am Wat Sri Suphan in Chiang Mai hat auf X mehr als 4,5 Millionen Menschen erreicht und eine weltweite Debatte ausgelöst. Der Grund: Frauen zahlen denselben Eintrittspreis wie Männer, dürfen das Innere des berühmten Silber-Ubosot aber nicht betreten.

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Gleicher Preis, ungleicher Zutritt

Das Schild stellt klar, dass sowohl Männer als auch Frauen Tickets kaufen müssen. Trotzdem ist allein Männern der Zutritt zum Ubosot gestattet.

Frauen bleiben nur der Rundgang um das Gebäude und ein Blick durch das Smartphone. Der auf X geteilte Beitrag stieß binnen kurzer Zeit auf heftige Kritik und wurde millionenfach aufgerufen.

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Sprachliche Schnitzer sorgen für Unmut

Neben der Zutrittsregelung zieht die Beschriftung des Schildes zusätzlichen Spott auf sich. Statt „Thank you for your donation“ prangt dort die Zeile „Think you for your donation and respectation“.

Viele Nutzer monieren, dass solche Fehler an einer international bekannten Sehenswürdigkeit nicht vorkommen sollten. Der Tempel wirbt ausdrücklich um Besucher aus aller Welt.

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Animistische Wurzeln statt buddhistische Lehre

Thailändische Nutzer weisen darauf hin, dass die Beschränkung keinen buddhistischen Ursprung hat. Sie geht auf Glaubensvorstellungen des Lanna-Königreichs zurück.

Demnach galten menstruierende Frauen als rituell unrein und sollten heilige Räume nicht betreten. Diese animistische Tradition wird nur in wenigen Tempeln Nordthailands fortgeführt.

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Keine allgemeine Tempelregel in Thailand

Zahlreiche Kommentare betonen, dass der Brauch nicht für buddhistische Tempel im ganzen Land steht. Die allermeisten Gotteshäuser setzen keinerlei derartige Einschränkungen durch.

Man wolle verhindern, dass internationale Gäste fälschlich annehmen, es handele sich um eine Vorgabe des Buddhismus. Das Thema wird innerhalb Thailands seit Jahren diskutiert.

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Forderungen nach fairen Preisen und klarer Information

Viele Thailänder und Ausländer verlangen, die Eintrittspreise dem eingeschränkten Zugang anzupassen. Wer weniger sehen darf, solle auch weniger bezahlen.

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Andere fordern, Besucher schon vor dem Ticketkauf deutlich über die Bedingungen aufzuklären. Auch der historische Hintergrund müsse umfassend erklärt werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

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Debatte zwischen Tradition und Gleichstellung

Der Vorfall zeigt, wie schwer sich lokale Bräuche mit wachsenden globalen Ansprüchen an Geschlechtergerechtigkeit vereinbaren lassen. Gleiche Preise bei ungleichem Zugang empfinden viele als unfair.

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Quelle: Khaosod English