Bangkok/Brüssel – Thailand und die Europäische Union könnten die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen noch bis zum Jahresende abschließen. Das sagte Außenminister Sihasak Phuangketkeow nach Besuchen in Italien, Spanien und Portugal. Nach seiner Einschätzung gibt es dafür ausreichend politischen Schwung. Bangkok will mit dem Abkommen seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa stärken.
Freihandelsabkommen soll bis Jahresende stehen
Sihasak sprach von ausreichend politischem Schwung, damit beide Seiten vor dem Jahresende eine Einigung erreichen können. Das Abkommen wird schon seit einiger Zeit verhandelt, während Bangkok engere Wirtschaftsbande mit Europa sucht.
Thailand wirbt nach den Worten des Außenministers gezielt bei einzelnen EU-Staaten um Unterstützung. Ziel ist, die Gespräche zu einem Abschluss zu bringen.
Gemeinsame Sicht auf die Weltordnung und Asean
Nach Sihasaks Angaben teilen Thailand und mehrere europäische Länder ähnliche Ansichten darüber, wie sich die globale Ordnung verändert. Beide Seiten wollen außerdem die wirtschaftliche Verbindung zwischen der EU und Asean stärken.
Die Gespräche gingen nach seinen Worten über die bilateralen Beziehungen hinaus. Auf der Reise warb Sihasak auch für Thailands Rolle in Asean und beschrieb Asean als Organisation, die regionalen Frieden und wirtschaftliche Integration fördert.
Portugal ist wichtiger Partner für saubere Energie
Portugal gilt laut Sihasak als zunehmend wichtiger Partner für Thailand, gerade weil das Land neue Industrien aufbaut. Das Land verfügt über starke Kompetenzen bei sauberer Energie, was auch für den Ausbau von Rechenzentren in Thailand an Bedeutung gewinnen könnte.
Portugiesische Vertreter zeigten sich laut dem Minister beeindruckt von thailändischen Unternehmen, die in Branchen wie Lebensmittel und Energie weltweit präsent sind.
Schengen-Visa für thailändische Passinhaber
Vizeaußenminister Sarun Charoensuwan sagte, Thailand arbeite mit der EU daran, das Freihandelsabkommen abzuschließen. Gleichzeitig wolle man Schengen-Visa für thailändische Passinhaber erleichtern, was Handel und Tourismus ankurbeln könnte.
Seine Aussagen machte er bei einem kürzlichen ungarischen Nationalfeiertagsempfang in Bangkok. Eine mögliche Erleichterung beträfe thailändische Reisende nach Europa. Es geht dabei nicht um Einreisebedingungen für Europäer oder andere Ausländer, die nach Thailand kommen.
Ungarn erinnert an thailändische Hilfe von 1956
Auf demselben Empfang erinnerte Szilvia Szaloki, daran, dass die Beziehungen beider Länder bis ins Jahr 1956 zurückreichen. Damals habe Thailand während der Ungarischen Revolution bei den Vereinten Nationen diplomatische und humanitäre Unterstützung gezeigt.
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Für die Ungarn sei das keine bloße Geschichte, sondern eine Erinnerung, die sie mit Dankbarkeit bewahrten.
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Eine Vollmitgliedschaft in der EU wäre besser, dadurch erledigen sich dann auch für alle DACH Farangs Visa/ Krankankerkassen Angelegenheiten.