SURIN – Ein 27-jähriger Fahrgast wurde auf einer Nachtbusreise von Surin nach Chon Buri dazu gezwungen, im Gepäckraum unter dem Wagen zu sitzen. Aus Angst um sein Leben schickte er seiner Schwester eine Abschiedsnachricht mit dem Entsperrcode seines Handys. Ein Video dokumentiert, wie er zwischen Koffern, Abgasen und Spritzwasser ausharren musste.
„Du wirst nicht sterben“ – Passagier landet im Gepäckraum
Am 30. Juli gegen 20 Uhr bestieg Keng (27) in Samrong Thap den Bus eines privaten Unternehmens. Er hatte ein Ticket für einen sogenannten Zusatzbus mit VIP-Plätzen gebucht. Sämtliche Sitzplätze waren jedoch belegt – die Mitarbeiter wiesen den jungen Mann kurzerhand an, es sich im Gepäckraum unter dem Fahrzeug bequem zu machen.
Als er nachfragte, ob er dort wirklich sitzen könne, entgegneten sie: „Hier kann man bleiben.“ Auf seine Sorge um die Gefahr kam nur: „Du wirst nicht sterben.“ Die knappe Antwort verunsicherte Keng so stark, dass er seiner Schwester sofort eine Nachricht mit dem Entsperrcode seines Smartphones schickte – für den Fall eines Unfalls.
Eingeklemmt zwischen Koffern und Dieselgestank
Im beengten Gepäckraum sah sich Keng Gepäckstücken, eindringendem Wasser und beißenden Autoabgasen ausgesetzt. Er fühlte sich eigenen Angaben zufolge nicht nur unwohl, sondern akut gefährdet. Um Beweise zu sichern, schaltete er die Kamera seines Smartphones ein und filmte die bedrohliche Szene.
Die Aufnahmen zeigen die räumliche Enge, in die Nässe einsickert und Abgase ziehen. Keng schickte das Material am Folgetag an einen Reporter. Darauf ist zu sehen, dass ein Mensch dort kaum Platz findet und die Umgebung auf ihn einwirkt wie in einem sich bewegenden Kofferraum – ohne jede Sicherung.
Schwester alarmiert: „Kein Ort für Fahrgäste“
Porn (36), die die Reise für ihren Bruder organisiert hatte, erhielt gegen 21 Uhr zuerst die Nachricht mit dem Entsperrcode – kurz darauf das beängstigende Video. Sie hatte ursprünglich ein anderes Busunternehmen gewählt, war jedoch wegen ausverkaufter Plätze auf den privaten Anbieter ausgewichen.
„Das ist kein Ort, an dem Passagiere sitzen sollten“, kritisierte sie entsetzt. Bei einem Unfall hätte Keng ihrer Ansicht nach kaum eine Chance, unverletzt zu entkommen. Sie forderte die Betreiber auf, Fahrgäste künftig nicht über die Kapazität hinaus mitzunehmen und von Anfang an ehrlich zu informieren, wenn ein Bus voll ist.
Betreiber bleibt unbekannt – Vorfall wirft Fragen auf
Welches private Busunternehmen hinter dem Vorfall steckt, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Das von Keng aufgenommene Video liefert keine eindeutige Kennzeichnung des Busses. Eine Stellungnahme der Verantwortlichen liegt nicht vor.
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Die genauen Umstände der Buchung und die Jahreszahl des Vorfalls bleiben unklar – das Datum „30. Juli 69“ könnte auf den buddhistischen Kalender (2569) zurückgehen.
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Kluge Entscheidung das Busunternehmen nicht zu nennen. Sonst kriegt man hierzulande eventuell nur noch eine Verleumdungsklage an den Hals. Aber Glückwunsch, wenigstens überlebt!