PHUKET, THAILAND – Die Abteilung für Sonderermittlungen (DSI) will den Abgeordneten Somchart Techathaworncharoen zu Vorwürfen über seine Beteiligung an Finanzgeschäften eines Unternehmens in Phuket befragen. Ihm wird vorgeworfen, Anteile für ausländische Staatsangehörige gehalten zu haben. Der Abgeordnete weist die Anschuldigungen zurück und kündigte seine vollständige Zusammenarbeit an.
DSI will Phuket-Abgeordneten vorladen
DSI-Sprecher Pol Lt Col Woranan Srilam, Direktor der Abteilung für Verbraucherschutz sagte am 19. August, die Behörde bereite eine Vorladung für Somchart vor. Der Abgeordnete vertritt den Wahlkreis 1 von Phuket.
Die Ermittlungen gehen auf von Monthanee Tantisu vorgelegte Belege zurück. Die frühere Discjockey, Schauspielerin und Finanzdozentin wirft Somchart einen Verstoß gegen die Nominee-Gesetze in Phuket vor.
Ermittler prüfen mögliche ausländische Anteilseigner
Die DSI will Personen, die mit den Vorwürfen in Verbindung stehen, befragen und Unterlagen anfordern. Damit soll geklärt werden, ob Anteile des Unternehmens im Auftrag ausländischer Staatsangehöriger gehalten wurden.
Zu den Einzelheiten äußerte sich die Behörde nicht. Die Informationen seien vertraulich, sagte Woranan.
Noch kein Sonderfall der DSI
Die Behörde hat den Vorgang bisher nicht als Sonderfall angenommen. Zunächst prüft sie Beschwerden und Vorwürfe darauf, ob sie die gesetzlichen Voraussetzungen nach dem Gesetz über Sonderfälle von 2004 erfüllen.
Erfüllt der Fall diese Kriterien, kann die DSI ihn als Sonderfall weiterverfolgen. Wird zwar eine Straftat festgestellt, erfüllt der Vorgang aber nicht die Kriterien für eine DSI-Ermittlung, wird er an die Polizei oder die Nationale Antikorruptionskommission weitergeleitet.
Somchart weist den Vorwurf zurück
Somchart erklärte in einem Facebook-Beitrag, er werde sich mit der DSI treffen, seine Unschuld darlegen, alle Informationen liefern und vollständig kooperieren. Er bestritt ausdrücklich, als Strohmann für Ausländer gehandelt zu haben.
Der Abgeordnete sagte, er sei Geschäftsmann und an mehreren Unternehmen beteiligt, darunter an einem Geschäft mit Immobilieninvestitionen und Vermietungen. Über seine Unternehmen sei kein thailändisches Land an Ausländer übertragen worden; ein Geschäft, durch das Ausländer Land von thailändischen Bürgern übernehmen könnten, würde er niemals betreiben.
Vermögen und Reaktion aus der eigenen Partei
Nach den beim Nationalen Antikorruptionsgremium veröffentlichten Angaben meldete Somchart ein Jahreseinkommen von 3,824 Millionen Baht. Davon entfielen 1,2 Millionen Baht auf sein Gehalt, 24.000 Baht auf Sitzungsgelder und 2,4 Millionen Baht auf ein Gehalt aus einem Unternehmen. Sein Gesamtvermögen gab er mit 30 Millionen Baht an.
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Der Abgeordnete der Volkspartei für Phukets Wahlkreis 2, Chalermpong Saengdee, sagte, er habe zahlreiche private Nachrichten zu den Vorwürfen erhalten und auf eine Erklärung Somcharts gewartet. Er wolle weder jemanden schützen noch verurteilen, sondern unabhängig davon, wer beteiligt sei, dieselben Maßstäbe anlegen.
Weitere Prüfung angekündigt
Chalermpong erklärte, er sei bereit, die Vorwürfe weiter zu prüfen – unabhängig davon, wer beteiligt sei oder wo sich die mutmaßlichen Vorgänge abgespielt hätten. Somchart kündigte zugleich rechtliche Schritte gegen das an, was er als politische Einflussnahme außerhalb der gesetzlichen Grenzen und als Eingriff in seine Rechte und Freiheiten bezeichnete.
Die DSI muss nun zunächst die Vorwürfe und die eingereichten Unterlagen bewerten. Eine Entscheidung über die Annahme als Sonderfall liegt bislang nicht vor.

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