CHANTHABURI, Thailand – Der Betreiber eines Sortierlagers für Durian-Früchte, der nur als Mor identifiziert wurde, soll mehr als 20 Mitarbeiterinnen sexuell missbraucht haben. Vertreter der Frauen haben Beschwerden bei den zuständigen Stellen eingereicht, doch ein Verfahren bei der Polizei ist bislang nicht vorangekommen.
Mitarbeiterin berichtet von Vorfall in einem Resort
Eine Angestellte sagte, sie habe erst vier Tage als Sachbearbeiterin im Lager gearbeitet, als Mor sie auf dem Weg zur Arbeit zu einem Resort fuhr. Er habe erklärt, dort kurz ausruhen zu wollen.
Nach ihrer Darstellung kam der Arbeitgeber später nur mit einem Handtuch bekleidet aus der Dusche und bot ihr 1.000 Baht für ihr Schweigen an. Sie sagte, er sei ihr gegenüber übergriffig geworden, woraufhin sie um Hilfe schrie. Sie entkam nach eigenen Angaben einem schweren Übergriff, berichtete aber von Drohungen mit Kündigung, einbehaltenem Lohn und dem Tod, falls sie zur Polizei gehe. Er habe sie zudem aufgefordert, ruhig zu sein und die Sache geheim zu halten.
Mehr als 20 Frauen erheben Vorwürfe
Channel 8 zufolge soll Mor junge Frauen für die Arbeit im Verpackungslager angeworben haben. Vertreter der mutmaßlich Betroffenen sprechen von mehr als 20 Frauen, die sexuelle Übergriffe erlebt haben sollen.
Nach Angaben des Senders Channel 8 soll Mor Beschäftigte unter verschiedenen Vorwänden einzeln zu Resorts gebracht haben. Einige Frauen seien dort betroffen gewesen, andere sollen schwer missbraucht worden sein.
Vorwürfe wegen Drohungen und Geldzahlungen
Die Frauen werfen Mor vor, sie anschließend mit Drohungen zum Schweigen gebracht zu haben. Eine Mitarbeiterin sagte, sie habe Mor’s Ehefrau über den Vorfall informiert, die sie gebeten habe, die Sache nicht weiterzuverfolgen, weil sonst andere Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlieren könnten.
Mor’s Ehefrau soll außerdem Geldzahlungen mit Betroffenen ausgehandelt haben, damit diese ihre Beschwerden zurückziehen.
Behörden sammeln Beweise
Am 26. August begleitete der stellvertretende Gesundheitsminister Thanakrit Chit-areerat die Vertreter der Frauen bei der Einreichung der Beschwerden bei den zuständigen Behörden. Er erklärte, er koordiniere die weiteren Schritte mit der Provinzpolizei von Chanthaburi.
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Nach Angaben Thanakrits sollen Beweise gesammelt und die mutmaßlich Betroffenen psychologisch betreut werden. Die Behörden haben bislang keine Anklage erhoben und keine formellen Polizeiaussagen abgegeben.

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