SURAT THANI, Thailand – Die Polizei empfiehlt Anklagen gegen zwei Unternehmen und zwei Thailänder wegen mutmaßlicher Strohfirma-Regelungen beim Kauf von Land und dem Bau von Villen auf Koh Samui. Im Mittelpunkt steht der Nachlass der Französin Catherine Jolie Roland Germain Delacot, die im April 2024 starb und einer thailändischen Haushälterin Vermögen von fast 100 Millionen Baht hinterließ.
Polizei empfiehlt Verfahren gegen Firmen und zwei Thailänder
Ermittler wollen G.V.N.E. Co Ltd und Maxicat Co Ltd vorwerfen, über Firmen mit thailändischen Anteilseignern ein Geschäft mit Grundstücken für ausländische Staatsangehörige betrieben zu haben. Gegen Thongsai, 50, und Ratchaprapa, 36, wird der Vorwurf erhoben, einen Ausländer bei einem illegalen Grundstücksgeschäft unterstützt zu haben.
Pol Lt Col Kittisak Charoenrup, stellvertretender Ermittlungsleiter der Polizeiwache Muang Surat Thani und Mitglied des Provinz-Ermittlungsteams für Nominee-Fälle, reichte die Akten mit der Empfehlung einer Strafverfolgung am 3. September 2569 ein. Nach der Unterzeichnung durch Pol Maj Gen Suwat Suksri, den Polizeichef der Provinz Surat Thani, sollen die Verdächtigen an die Staatsanwaltschaft von Koh Samui weitergeleitet werden.

Ermittlungen nach dem Tod der Französin
Delacot, 59, starb am 29. April 2024 durch Suizid mit einer Schusswaffe in einer Luxusvilla in Mae Nam auf Koh Samui. Das Anwesen hatte einen Wert von mehr als 50 Millionen Baht.
Ihr Testament sprach ihrer thailändischen Haushälterin Vermögenswerte von knapp 100 Millionen Baht zu. Danach prüften die Provinzpolizei von Surat Thani und eine Einsatzgruppe der Armee mögliche Unregelmäßigkeiten bei Delacots Grundstücken und Geschäften.
Land für fünf Villen aufgeteilt
Delacot war nach Angaben der Ermittler etwa 2007 nach Thailand gekommen und hatte zunächst ein Haus in Bo Phut auf Koh Samui gemietet. Im März 2012 brachte sie Unterlagen zu einer Anwaltskanzlei, um als bevollmächtigte Direktorin von Maxicat Co Ltd eingetragen zu werden.
Maxicat kaufte und übernahm ein Grundstück mit einer Fläche von einem Rai und zwei Ngans für 2,7 Millionen Baht.Thailändische Staatsangehörige investierten laut Polizei nicht in das Unternehmen. Das Land wurde anschließend für den Bau von fünf Villen aufgeteilt, die G.V.N.E. Co Ltd unter dem Namen Maprao entwickelte.

Villen verkauft oder an Ausländer vermietet
Zwischen 2018 und 2022 wurden drei Häuser für jeweils sieben bis acht Millionen Baht verkauft. Die beiden übrigen Villen wurden Ausländern zur langfristigen Miete angeboten.
Die Ermittler erklärten, beide Unternehmen hätten Verluste ausgewiesen und nie Steuern gezahlt. Maxicat änderte 2020 nach dem Erwerb des Landes seine Direktoren. Danach blieb Delacot alleinige Direktorin der Firma.
50-Millionen-Villa war noch nicht verkauft
Zum Besitz von Maxicat gehörte eine große Villa mit drei Stockwerken und einem Wert von 50 Millionen Baht. Das Haus stand zum Verkauf, als Delacot starb.
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Eine Strafverfolgung gegen Delacot selbst ist nach Angaben der Polizei nicht mehr möglich, weil sie verstorben ist. Der Fall ist bei der Polizei von Koh Samui unter den Aktenzeichen 399/2567 und 400/2567 registriert.
Behörden prüfen thailändische Anteilseigner
Der Fall erinnert Ausländer daran, dass die Behörden Landkäufe und Villenprojekte mit thailändischen Beteiligungsstrukturen genau prüfen. Ausländer können Land in Thailand grundsätzlich nicht direkt besitzen.
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Untersucht werden kann daher auch, ob thailändische Anteilseigner nur vorgeschoben wurden und tatsächlich im Namen eines ausländischen Eigentümers handelten.

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