CHACHOENGSAO, Thailand – Drei sterbliche Überreste müssen von einem jüdischen Friedhof im Bezirk Bang Khla umgebettet werden, weil die Betriebserlaubnis der Anlage abgelaufen war. Innenstaatssekretär Polapee Suwunchwee wies die örtlichen Behörden am 7. September 2026 an, die Umbettung zu veranlassen. Auch ein vierter Fall wird geprüft.
Drei Umbettungen nach abgelaufener Genehmigung
Polapee besuchte den Friedhof am Montag und erklärte, die drei Menschen seien nach dem Ablauf der Genehmigung gestorben. Die örtlichen Behörden seien darüber nicht informiert worden.
Die Bezirksverwaltung und der Gouverneur der Provinz sollen nun eine offizielle schriftliche Anordnung zur Verlegung der sterblichen Überreste erlassen.
Vierter Todesfall wird rechtlich geprüft
Ein vierter Mensch soll noch während der gültigen Genehmigung des Friedhofs gestorben sein. Polapee bezeichnete diese Bestattung deshalb als rechtmäßig.
Er wies die stellvertretenden Bezirksbeamten jedoch an, die geltenden Vorschriften zu prüfen. Falls dabei ein Verstoß festgestellt wird, muss auch dieses Grab verlegt werden.
Genehmigung scheiterte an den Bauvorschriften
Der Betreiber hatte 2021 eine Genehmigung beantragt und noch im selben Jahr erhalten. Nach ihrem Ablauf im Jahr 2023 beantragte er eine Verlängerung.
Bei einer Prüfung stellte der Bezirkschef mit zuständigen Behörden fest, dass die Anlage nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprach. Dazu gehörten auch Abstandsregeln zu Straßen und Flüssen, weshalb die Genehmigung nicht verlängert wurde.
Betreiber scheiterte mit Beschwerde
Der Betreiber legte gegen die Entscheidung beim damaligen Innenminister Beschwerde ein. Diese blieb erfolglos.
Anschließend brachte er den Fall vor das Verwaltungsgericht. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Behörden sollen weitere Friedhöfe prüfen
Polapee wies auf mögliche Kontrollen weiterer Friedhofsgenehmigungen hin. Dazu gehören auch Anlagen im Bangkoker Stadtteil Charoen Krung.
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Nach ersten Prüfungen gibt es dort vier oder fünf Orte, an denen sterbliche Überreste beigesetzt wurden. Beamte wurden bereits zu den Standorten geschickt, um die geltenden Gesetze und Vorschriften zu prüfen.
Kontrollen sollen landesweit ausgeweitet werden
Die Behörden sollen feststellen, ob Friedhöfe in Thailand über eine gültige Betriebserlaubnis verfügen. Anlagen, die ohne rechtmäßige Genehmigung betrieben werden, müssen mit rechtlichen Schritten rechnen.
Polapee sagte, mögliche Versäumnisse bei Kontrollen oder Genehmigungen müssten anhand der Fakten bewertet werden. Im Fall des Friedhofs in Bang Khla hätten die Beamten ihre Aufgaben korrekt erfüllt.
Ermittlungen gegen Firmen mit ausländischen Verbindungen
Der stellvertretende Innenminister berichtete auch über Untersuchungen zu mutmaßlich illegalen Geschäften ausländischer Staatsangehöriger. Geprüft werden unter anderem Strohfimen und unrechtmäßiger Landbesitz.
Auf Fragen zu Problemen mit israelischen Staatsangehörigen sagte Polapee, solche Anliegen seien wiederholt aufgekommen. Er habe Phuket, Koh Samui und Koh Phangan besucht und das Thema mit dem Justizminister besprochen.
Schaden von mehr als 300 Millionen Baht im Fokus
Das Department of Special Investigation prüft, ob es die Angelegenheit als Sonderfall übernimmt. Als möglicher Grund wurde ein mutmaßlicher finanzieller Schaden von mehr als 300 Millionen Baht genannt.
Das Innenministerium und die Abteilung für Provinzverwaltung haben ihre Untersuchungen zu den betroffenen Unternehmen ausgeweitet. Gemeinsam mit der Geldwäschebekämpfungsbehörde und dem Department of Special Investigation laufen weitere Prüfungen, in Bereichen mit Hinweisen auf beteiligte Staatsbedienstete soll auch die PACC an den Ermittlungen teilnehmen.
Mehr als 1.500 Firmen sollen Land unrechtmäßig halten
Nach Angaben von Polapee wurden mehr als 1.500 Unternehmen identifiziert, die Land unrechtmäßig besitzen sollen. Rund 14.000 weitere Firmen mit ausländischen Verbindungen gelten als verdächtig.
Im Zusammenhang mit den Prüfungen nannte er mehr als 5.800 Grundstücke mit einem Gesamtwert von über 60 Milliarden Baht. Die Landbehörde und das Handelsministerium sollen gemeinsam gegen die betroffenen Unternehmen vorgehen.
Frist für die Prüfung weiterer Unternehmen
Die Provinzgouverneure sollen den sofortigen Verkauf von Land durch Unternehmen durchsetzen, die nach Einschätzung der Behörden illegal handeln. Für die Untersuchung der übrigen verdächtigen Firmen stehen etwa 15 Tage zur Verfügung.
Werden dabei Gesetzesverstöße festgestellt, drohen den Unternehmen rechtliche Schritte. Polapee erklärte, Ausländer in Thailand müssten sich an thailändisches Recht halten.
Neue Warnhinweise für ausländische Beteiligungen geplant
Änderungen bei Geschäftsführern und Anteilseignern hätten Lücken in den verfügbaren Informationen offengelegt, sagte Polapee. Bei der ursprünglichen Registrierung seien die Firmen vollständig in thailändischem Besitz gewesen, spätere Änderungen seien jedoch online erfolgt.
Die Abteilung für Provinzverwaltung, die Landbehörde und das Handelsministerium sollen ihre technischen Systeme verbessern. Geplant ist ein Warnsystem für ausländische Beteiligungen und Landgeschäfte, die gegen das Gesetz verstoßen könnten. Gespräche dazu laufen.
Rund 50.000 Namen werden überprüft
Die Ermittler haben nach Angaben des Innenstaatssekretärs bereits etwa 50.000 Namen geprüft. Darunter befinden sich auch Bezieher staatlicher Sozialkarten.
Die Behörden wollen klären, ob diese Menschen wussten, dass sie als Anteilseigner geführt wurden, oder ob sie dafür bezahlt wurden, ihre Namen zur Verfügung zu stellen. Auch die finanzielle Fähigkeit der an der Gründung beteiligten thailändischen Staatsangehörigen wird untersucht.
Betroffene sollen befragt werden
Die Personen, deren Namen in den Unterlagen auftauchen, sollen zur Befragung einbestellt werden. Die Ermittler wollen klären, wie ihre Namen in die Unternehmensunterlagen gelangten.
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Polapee sagte, dieser Prozess werde Zeit in Anspruch nehmen. Polapee kündigte an, weiterhin gegen illegale Geschäftsnetzwerke, Strohfimen und Betrüger vorzugehen.
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