BANGKOK, Thailand – Der Airport Rail Link zwischen Bangkok und dem Flughafen Suvarnabhumi fährt am 8. September den zweiten Tag in Folge nur alle 15 Minuten. Kostenlose Ersatzbusse und zusätzliche Dieselzüge sollen die längeren Wartezeiten abfedern. Gleichzeitig ist offen, wer die Strecke nach dem 30. September betreiben wird.
Airport Rail Link fährt nur alle 15 Minuten
Die Züge verkehren heute von 5.30 Uhr bis Mitternacht im 15-Minuten-Takt. Üblich sind etwa neun Minuten. Die Bangkok Mass Transit Authority setzt kostenlose Ersatzbusse ein, während die Staatliche Eisenbahn Thailands zusätzliche Dieselzüge bereitstellt.
Die Busse fahren morgens und abends auf ausgewählten Abschnitten zwischen Hua Mak, Makkasan und dem Flughafen Suvarnabhumi. Fahrgäste sollen mehr Zeit für ihre Fahrt einplanen.
Kurze Ankündigung sorgt für Kritik
Die Airport Rail Link hatte bereits am 7. September einen 15-Minuten-Fahrplan angekündigt. Als Grund nannte sie Arbeiten zur Verbesserung der Effizienz und Sicherheit sowie Wartungsarbeiten.
Fahrgäste kritisierten laut Daily News die knappen Informationen und die kurzfristige Ankündigung. Eine nicht namentlich genannte Quelle sprach von Problemen mit den Zügen. Demnach seien nur vier der neun Züge einsatzbereit gewesen, während ein weiterer als Reserve bereitstand. Der Betreiber hat diese Angaben nicht öffentlich bestätigt.Online wurde von einigen Fahrgästen ein Zusammenhang mit dem bevorstehenden Ende der Vereinbarung vermutet; Belege dafür gibt es jedoch nicht.
Entgleisung und Stromausfall belasteten die Strecke
Die jüngsten Einschränkungen folgen auf weitere schwere Störungen der Verbindung. Am 22. Juli entgleiste ein Zug auf dem Weg zum Wartungsdepot an einer Weiche. Zunächst stand nur ein Zug zur Verfügung, die Wartezeiten stiegen auf bis zu etwa eine Stunde.
Eine Woche später fiel zwischen Lat Krabang und Ban Thap Chang für mehr als 16 Stunden die Stromversorgung aus. Zeitweise mussten die Züge ein einziges Gleis nutzen, wodurch sich manche Fahrten um rund 30 Minuten verlängerten.
Betreiber will Vereinbarung beenden
Die wiederholten Störungen und kurzfristigen Fahrplanänderungen sorgen vor allem bei Pendlern für Unmut, die den Zug zum internationalen Flughafen Suvarnabhumi nutzen. Parallel versucht Asia Era One, deren bedeutender Anteilseigner die CP Group ist, aus dem stockenden Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt zwischen den Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao auszusteigen.
Das Unternehmen hat signalisiert, nach dem 30. September auch den bestehenden Airport Rail Link nicht mehr betreiben zu wollen. Premierminister Anutin Charnvirakul erklärte, ein privater Auftragnehmer könne eine Vereinbarung mit der Regierung nicht einfach verlassen. Eine Beendigung müsse nach dem Vertrag und den geltenden Gesetzen erfolgen.
Übergang für vier Monate im Gespräch
Die Staatliche Eisenbahn Thailands verhandelt mit Asia Era One über eine vorübergehende Verlängerung, damit die Verbindung während einer Übergangsphase weiterläuft. Zuletzt wurde eine Verlängerung um vier Monate besprochen.
Eine endgültige Vereinbarung wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Staatliche Eisenbahn bereitet sich außerdem darauf vor, dass ihre Tochtergesellschaft, die Bangkoks Red Line betreibt, den Airport Rail Link übernehmen könnte.
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