Knallhart auf Koh Samui: Behörden weisen Ausländer aus

Die Behörden berufen sich auf Gefahren für die öffentliche Ordnung. Künftig können neben Strafverfahren auch Einwanderungs- und Innenbehörden die Ausreise anordnen.

Knallhart auf Koh Samui: Behörden weisen Ausländer aus
Photo by Antonio Araujo on Unsplash

KOH SAMUI, THAILAND – Thailand kann ausländische Staatsbürger bei mutmaßlichen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung aus dem Land weisen. Das Innenministerium erließ solche Anordnungen gegen den Israeli Yaacov Ohayon und den Franzosen Kevin Dimino nach einem wochenlangen Streit auf Koh Samui.

Ohayon soll Thailand verlassen

Das Innenministerium ordnete am 4. September die Abschiebung von Yaacov Ohayon an. Als Begründung wurden mutmaßliche Gefahren für die öffentliche Ordnung genannt.

Das Provinzgericht Koh Samui hatte Ohayon zuvor wegen Drohungen, die bei einer anderen Person Angst um deren Sicherheit auslösten, zu bis zu einem Monat Haft und 10.000 Baht Geldstrafe verurteilt. Nach seinem Schuldbekenntnis wurde die Strafe auf 15 Tage Haft und 5.000 Baht reduziert, wobei die Haft für zwei Jahre ausgesetzt wurde. Gegen die Abschiebungsanordnung legte Ohayon Berufung ein.

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Auch gegen Dimino läuft eine Abschiebung

Kevin Dimino wurde als zweite Person zur Abschiebung angewiesen. Premierminister Anutin Charnvirakul unterzeichnete die entsprechende Anordnung am Montag. Dimino war am 7. September wegen mehrerer mutmaßlicher Vorfälle zur Abschiebung angewiesen worden.

Dem Franzosen wird vorgeworfen, den Besitzer und Lehrer einer Sprachschule verbal belästigt und beleidigt, einen türkischen Staatsbürger angegriffen und ihn mit einem Messer bedroht zu haben. Dimino besitzt auf Koh Samui einen Zoo, lebt seit etwa neun Jahren in Thailand und ist mit der Thailänderin Jindarat verheiratet. Sie kündigte an, gegen die Anordnung vorzugehen.

Abschiebung als Mittel für die öffentliche Ordnung

Nuchara Kosivil, Generaldirektor der thailändischen Provinzverwaltung, sagte am 10. September 2026, eine Verordnung des Büros des Premierministers aus dem Jahr 2026 sehe die Abschiebung ausdrücklich als eine von mehreren Maßnahmen zur Wahrung der öffentlichen Ordnung vor.

Ausländische Staatsbürger, die gegen das Gesetz verstoßen, müssten nun mit schärferen rechtlichen Folgen rechnen, warnte Nuchara. Strafverfahren seien damit nicht zwingend die einzige Konsequenz. Auch Maßnahmen der Einwanderungsbehörde und des Innenministeriums können zur Ausweisung aus Thailand führen, wenn eine Person als Gefahr für die öffentliche Ordnung gilt.

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Getrennte Unterbringung auf Koh Samui

Dimino wurde zur Unterbringung vor der Abschiebung zu Polizeistationen auf Koh Samui gebracht. Ohayon saß getrennt im Polizeirevier Bo Phut ein.

Die getrennte Unterbringung sollte eine Begegnung der beiden Männer verhindern. Nuchara sagte, viele Ausländer lebten friedlich in Thailand. Jeder Fall müsse einzeln geprüft werden.

Keine Maßnahme gegen eine Nationalität

Auf die Frage, ob die Ankunft israelischer Staatsbürger zu einem Problem geworden sei, stellte Nuchara keine weitergehende Maßnahme gegen eine bestimmte Nationalität in Aussicht.

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Er äußerte sich auch zu einem jüdischen Friedhof in Chachoengsao. Der Standort sei ursprünglich rechtmäßig genehmigt worden. Nach Ablauf der Genehmigung sei diese jedoch nicht verlängert worden, weil der Friedhof die aktuellen Anforderungen nicht mehr erfülle.

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Quelle: AseanNow

2 Kommentare zu „Knallhart auf Koh Samui: Behörden weisen Ausländer aus

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