BANGKOK – Thailand verzeichnet wieder mehr Covid-19-Fälle. In den vergangenen vier Wochen wurden im Schnitt 15.000 Neuinfektionen pro Woche gemeldet, 26 Menschen starben seit Jahresbeginn. Gesundheitsbehörden rufen dazu auf, Krankheitsausbrüche und Gesundheitsrisiken während der Regenzeit und wechselnder Wetterbedingungen zu beobachten und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen, um Erkrankungen und schwere Verläufe zu verringern.
64.937 Fälle innerhalb eines Monats
Vom 9. August bis zum 8. September wurden landesweit 64.937 Covid-19-Fälle registriert. Die Zahl der Infektionen stieg in den vergangenen vier Wochen im Durchschnitt um 15.000 pro Woche.
Die Zahl der Todesfälle lag im selben Zeitraum im Schnitt bei zwei bis vier pro Woche. Nach Angaben des Department of Disease Control bleiben die aktuellen Werte trotz des Anstiegs unter denen der vergangenen zwei bis drei Jahre.
21 Todesopfer gehörten zur Risikogruppe
Vom 1. Januar bis zum 15. September meldete Thailand insgesamt 135.667 Covid-19-Fälle. Das entspricht einer Erkrankungsrate von 206 Fällen je 100.000 Einwohnern.
Von den 26 Todesopfern gehörten 21 zur sogenannten 608-Risikogruppe. Dazu zählen Menschen ab 60 Jahren sowie Personen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Nieren- oder Atemwegserkrankungen und Krebs.
Höchste Fallzahlen in Chon Buri, Bangkok und Phuket
Die meisten Covid-19-Fälle wurden in den Provinzen Chon Buri, Bangkok und Phuket registriert. Die höchste Erkrankungsrate gab es bei Kindern unter einem Jahr, gefolgt von Kindern im Alter von ein bis vier Jahren.
Bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter waren Menschen zwischen 20 und 29 Jahren am häufigsten betroffen. Danach folgte die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen.
Vorherrschende Varianten verursachen meist milde Symptome
In Thailand sind derzeit NB.1.8.1 und JN.1 die vorherrschenden Covid-19-Varianten. Bei beiden sind die Symptome nach Angaben der Gesundheitsbehörden meist mild.
Thailand meldete bislang sechs Fälle der Variante PQ.16.1.1. Die Weltgesundheitsorganisation führt sie als Variante unter Beobachtung. Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe gibt es laut Department of Disease Control bisher nicht.
Grippe bleibt die häufigste gemeldete Krankheit
Vom 9. August bis zum 8. September wurden in Thailand am häufigsten Grippe, Durchfallerkrankungen, Covid-19, Lungenentzündung sowie Hand-Fuß-Mund-Krankheit gemeldet.
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Die höchsten Letalitätsraten hatten in diesem Zeitraum Tollwut, die Legionärskrankheit, Melioidose, das Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrom und Enzephalitis.
Auch Grippe und RSV nehmen zu
Vom 1. Januar bis zum 8. September wurden 359.672 Grippefälle und 57 Todesfälle erfasst. Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren stellten den größten Anteil der Erkrankten, die meisten waren nicht gegen Grippe geimpft. Im August wurde am häufigsten der Virusstamm A/H1N1 (pdm09) nachgewiesen.
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Im selben Zeitraum meldeten die Behörden 8.578 RSV-Infektionen. Ein zwei Monate altes Frühgeborenes starb. Die meisten RSV-Patienten waren jünger als ein Jahr. Die Fallzahlen steigen, liegen aber noch unter dem Wert des Vorjahres.

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