BANGKOK – Ein Wissenschaftler der Chulalongkorn-Universität warnt vor einer schweren fiskalischen Krise in Thailand innerhalb des kommenden Jahrzehnts. Voraussetzung für dieses Szenario sei, dass die Regierung dringend Reformen einleite. Eine unmittelbar bevorstehende Staatspleite ist damit jedoch nicht belegt.
Warnung vor einer Krise innerhalb von zehn Jahren
Die Warnung wurde am 17. September 2026 von der Bangkok Post veröffentlicht. Ein Dozent der Chulalongkorn-Universität erklärte demnach, Thailands Finanzsystem könne innerhalb von zehn Jahren kollabieren, falls die Regierung keine grundlegenden Reformen umsetze.
Nach seiner Einschätzung könne Thailand in eine Entwicklung geraten, die an die Schuldenkrise Griechenlands erinnert. Der Staat könne seine laufenden Verpflichtungen derzeit noch erfüllen, doch die finanzielle Belastung nehme seit Jahren zu. Eine offizielle Warnung der Regierung vor einer unmittelbar bevorstehenden Staatspleite liegt nicht vor.
Öffentliche Schulden nähern sich gesetzlicher Grenze
Nach Angaben der Bangkok Post lag die öffentliche Verschuldung Thailands im Juli bei rund 67,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die gesetzliche Schuldengrenze liegt bei 70 Prozent. Der Wissenschaftler rechnet damit, dass die Schuldenquote in den kommenden zwei Jahren auf etwa 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen könnte.
Bei unveränderten politischen Rahmenbedingungen könne die Quote innerhalb von fünf bis sechs Jahren sogar 100 Prozent erreichen, sagte der Dozent. Diese Zahlen sind jedoch eine Prognose und keine bestätigte Regierungsprognose. Die weitere Entwicklung hängt unter anderem vom Wirtschaftswachstum, den Zinssätzen, den Staatseinnahmen und den künftigen Haushaltsentscheidungen ab.
IMF sieht Risiken, aber keinen unmittelbaren Kollaps
Der Internationale Währungsfonds untersucht Thailands finanzielle Lage ebenfalls und verweist auf Risiken durch die öffentliche Verschuldung, die hohe private Verschuldung und das schwache Wirtschaftswachstum. In seinem Bericht zu Thailand aus dem Jahr 2025 fordert der IMF eine glaubwürdige mittelfristige Finanzpolitik und eine Stabilisierung der Schuldenentwicklung.
Der IMF stellt in seiner Analyse jedoch keine unmittelbar bevorstehende Staatspleite fest. Eine Untersuchung der fiskalischen Reaktion Thailands habe bislang keine eindeutigen Anzeichen einer sogenannten fiskalischen Erschöpfung ergeben. Die aktuelle Warnung der Bangkok Post geht damit über die vorsichtigere Einschätzung des IMF hinaus.
Steuerbasis soll verbreitert werden
Als eines der wichtigsten Probleme gilt die schmale Steuerbasis. Thailand hat mehr als 40 Millionen Beschäftigte, doch nur rund fünf Millionen Menschen zahlen nach den Angaben im Bericht persönliche Einkommensteuer. Viele Bürger und Unternehmen tragen daher nur begrenzt zu den laufenden Staatseinnahmen bei.
Auch die Mehrwertsteuer erreicht nicht alle wirtschaftlichen Aktivitäten vollständig. Der Wissenschaftler sprach sich deshalb für eine bessere Steuererfassung und eine Überprüfung bestehender Ausnahmen aus. Eine schnelle Erhöhung der Mehrwertsteuer sei dagegen nicht zwingend der beste erste Schritt, da zunächst die Steuerbasis verbreitert werden müsse.
Reform der Verwaltung und Sozialleistungen gefordert
Ein weiterer Reformbereich ist nach der Einschätzung des Wissenschaftlers die öffentliche Verwaltung. Mehrere Behörden hätten sich überschneidende Zuständigkeiten. Eine klarere Aufgabenverteilung könne die Ausgaben senken und die staatliche Arbeit effizienter machen.
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Auch die staatlichen Sozialleistungen stehen im Mittelpunkt der Debatte. Die frühere Regierung habe rund 14 Millionen Sozialkarten ausgegeben, während der Nationale Rat für wirtschaftliche und soziale Entwicklung die Zahl der armen Menschen auf etwa 4,8 Millionen geschätzt habe. Künftige Hilfen sollten nach Ansicht des Wissenschaftlers gezielter an Bedürftige fließen.
Reformen entscheiden über die weitere Entwicklung
Die vorliegenden Informationen belegen wachsenden fiskalischen Druck, aber keinen bereits eingetretenen Zusammenbruch der Staatsfinanzen. Thailand kann seine laufenden Verpflichtungen nach der Einschätzung im Bangkok-Post-Bericht weiterhin bedienen. Die Warnung bezieht sich auf ein mögliches Szenario für die kommenden Jahre.
Der IMF-Bericht und die Einschätzung des Chulalongkorn-Dozenten weisen in dieselbe Richtung: Thailand braucht eine verlässlichere Haushaltsplanung, höhere Staatseinnahmen und eine wirksamere Kontrolle der Ausgaben. Ob daraus eine schwere Krise entsteht, hängt davon ab, ob die Regierung diese Reformen rechtzeitig umsetzt.
Ihre Meinung ist gefragt
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Wie sollte Thailand auf die steigende Schuldenquote reagieren? Sind höhere Steuereinnahmen, geringere Staatsausgaben oder gezieltere Sozialleistungen der richtige Weg? Haben Sie eine andere Einschätzung? Schreiben Sie uns in den Kommentaren.
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Das Zauberwort in Deutschland zur Verschleierung einer Staatsschuldenkrise und Abwendung eines Verstoßes gegen die grundgesetzlich verankerte Schuldenbremse heißt schon seit jeher „Sondervermögen“! Funktioniert allerdings meist nur bei Ländern mit einem A-Rating… 🇩🇪🤪
Der Bürger/Wähler in Deutschland wird seit vielen Jahren verarscht, betrogen, verraten und verkauft!
Wunderschönes Wetter, traumhafte Strände, erstklassiges Essen – und der Herr Schweizer sitzt den ganzen Tag im Internet, um gegen Deutschland und seine Wahlheimat zu wettern. Schon ein bisschen traurig und trostlos, wenn Frust und Gemecker das Einzige sind, was man aus seinem Leben in Thailand macht. Such dir doch mal ein Hobby!
Ist das nicht schön? Hier sind wir widerspruchslos mal einer Meinung! 👍
Und ganz genau deshalb sieht mich ja Deutschland nie wieder… 🇩🇪🙋♂️🇹🇭
Ganz richtig. Der Bürger wird verarscht und für dumm verkauft. Aber warum sitzen diese Bürger vor ARD und ZDF und merken nicht, daß sie völlig einseitig informiert werden? Warum wählen sie immer noch die Parteien, die diesen ganzen Schlamassel verursacht haben und weiterhin tun? Klar, ein Grund ist, daß die Allermeisten keine ausreichenden wirtschaftlichen Kenntnisse haben, von Oberflächlichkeiten abgesehen. Die Politiker gehören aber auch dazu. Man frage Lars Klingbeil welche Jahresrendite es ist, wenn man nach einem halben Jahr +20% erzielt hat. Der kann das ganz sicher nicht ohne ein Programm oder die KI beantworten. Und so jemand ist Finanzminister.
Weil sie nicht so verblödet sind wie es die braungrünen sich wünschen.
Übrigens hast du von VW Rechnung oder Bilanzierung auch keine Ahnung. Zeigt die Fragestellung. Nutze die KI ob sie dir hilft ist eine ganz andere Frage.
Bitte erläutern: Keine Ahnung von Volkswirtschafts-Rechnung oder Bilanzierung? Klingbeil: Es geht um Prozentrechnung: 20% nach einem halben Jahr, bitte mit Taschenrechner auf 1 Jahr hochrechnen. Da haben mir schon so manche merkwürdige Zahlen genannt, obwohl sie an der Uni auch Mathematik hatten.
Ich sehe das etwas anders: Wenn ich bei ARD/ZDF, ntv und auch in deutschsprachigen Auslandszeitungen im Kern dieselben Informationen finde, dann spricht das eher dafür, dass die Faktenlage ähnlich eingeschätzt wird – nicht unbedingt für Einseitigkeit. Natürlich kann man über Gewichtung und Darstellung diskutieren, aber die Inhalte decken sich oft. Deshalb halte ich es für wichtig, mehrere Quellen zu vergleichen, statt pauschal von Manipulation zu sprechen.
Geht’s hier um DE od.TH???
Immer die dt.Vergleiche,die in TH nichts zur Sache beitragen!!!
Warum? Aus reiner Abschreckung, Genugtuung und Schadenfreude… 🇩🇪🤪
OK. Es geht hier um Thailand. Wie kommt man von zu hohen Schulden runter? Nehmen wir die Staatsschulden: Einnahmen verbessern oder Ausgaben senken. Nur 2 Möglichkeiten. Wer den Bürgern etwas wegnimmt, der wird nicht wiedergewählt, auch wenn es 100 Mal richtig ist. Einnahmen verbessern geht über Wirtschaftswachstum oder Steuersätze erhöhen. Wirtschaftswachstum gibt es wenn Unternehmer Kapital einsetzen. Das fällt nicht vom Himmel. Also sollte man auf Auslandskapital gucken und dazu die Bedingungen setzen, daß dieses angezogen wird. Aber gerade diese Bedingungen sind ja für Ausländer alles andere als optimal. Also Bedingungen für Auslandskapital und -Unternehmen stark verbessern. Oder die Thai-Unternehmen werden erfinderisch und machen große Erfindungen und setzen sie in Produkte um, die sich dann international verkaufen lassen. Mit Blick auf die Vergangenheit und PISA eher unwahrscheinlich. Zum Beispiel eine Chip-Fabrik von Samsung, Micron, Taiwan Semiconductor, Intel usw. hier aufzubauen, mit der aktuellsten 2 oder 3 Nanometer-Technologie, das kann ich mir aktuell nicht vorstellen. Bleibt Steuersätze erhöhen, das macht dann den Staat erst mal reich, aber die Bürger arm, die ja diese Steuern zahlen müssen. Und die Laffer-Kurve ist zu beachten, zu hohe Steuersätze führen zu sinkenden Steuereinnahmen. Der letzte Weg, Steuererhöhungen, ist für Politiker immer der Einfachste. Ach ja, vergessen habe ich: Frühverrentung mit 60 Jahren an die Realität anpassen, das bringt Steuern ein und spart gleichzeitig welche ein, zumindest bei Beamten.
Kommen wir zur Privatverschuldung: Da kennen wir alle schon die Lösung: Nicht mehr exzessiv Gesicht zeigen wollen, um jeden Preis. In der Praxis heißt das: Kleinere Autos kaufen. Und sonstige Dinge, die nicht unbedingt sein müssen ebenso reduzieren. Aber auch das ist hart, wenn die ganze Gesellschaft von einem Gesicht wahren erwartet.
Hat jemand eine bessere Lösung?
Der letzte Abschnitt, dort bin ich 100 % bei dir. Machen immer einen auf dicke Hose der Mittelstand und viele können es dann ihren Kredit nicht mehr bezahlen.
Habe noch eine Idee, um mehr Geld ins Land zu bringen. Einfach noch mehr Auflagen für Expats aufstellen und die Touris zu vergraulen mit den ganzen einseitigen Gesetzen, was nur für weiße Haut gedacht ist. Nach dem Motto: wir sind alle Gleich. Möchte mal Wissen, wie viel Kohle die Expats hier in TH lassen – im Jahr. Schwierig eine Statistik zu erstellen, weil Auto, Motorrad, Haus, etc.., wenn es ein Thai kauft, dann fällt es aus der Statistik heraus. Rotlichtgewerbe: 1,5-3% vom BIP.4 bis 6,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr.Nicht schlecht.
Ja, bezüglich dem Kapital, das die Expats nach Thailand bringen, das habe ich vor kurzem mal überschläglich berechnet. Für westliche Expats, ca. 200.000 Stück, also Farangs, bin ich auf 144 Mrd. THB pro Jahr gekommen. Für asiatische Expats, Japaner, Chinesen usw, mit ca. 150.000 Stück, kam ich auf 100 Mrd. THB pro Jahr. Was zusätzlich an Kapital für Autos, Häuser, etc. kommt, fällt mir nicht mehr ein. Zum Vergleich: die Touristen bringen pro Jahr ca. 1.100 Mrd THB ins Land, ohne Flugkosten.
Expats 200k=60K im Monat. Also Durchnschnitt.Das mit dem Kapital,was wir nicht bestimmen können,weil man es der Frau oder wem auch immer zur Verfügung gestellt hat.Auto,Motorrad,Haus usw.. Wie geschrieben 1,5-3% vom BIP.