BANGKOK – Die Bank von Thailand verschärft die Kontrolle von Bargeldgeschäften. Ab dem 1. November 2026 müssen Finanzinstitute Bareinzahlungen und andere Bargeldgeschäfte ab 5 Millionen Baht am selben Tag genauer prüfen. Die Regeln richten sich an Finanzinstitute und sollen verhindern, dass der Finanzsektor für Straftaten missbraucht wird.
Strengere Prüfung ab 5 Millionen Baht Bargeld
Gouverneur Vithai Rattanakorn hat die neuen Regeln bekannt gegeben. Die Bank von Thailand (BoT) hat ein Regelwerk zum Risikomanagement bei Bargeldgeschäften für Finanzinstitute veröffentlicht. Es betrifft Bareinzahlungen mit einem Wert von 5 Millionen Baht oder mehr an einem Tag.
Die Regeln gelten nur für Geschäfte, die direkt in den Filialen abgewickelt werden. Wer seine Bankgeschäfte über Online- oder andere elektronische Kanäle erledigt, ist nach Angaben der Notenbank nicht betroffen.
Finanzinstitute fragen nach der Herkunft des Geldes
Bei größeren Summen sollen Finanzinstitute ihre Kunden genauer prüfen. Das umfasst Fragen nach der Herkunft des Geldes und dem Zweck der Transaktion. Auch zusätzliche Unterlagen können verlangt werden.
Wie intensiv die Prüfung ausfällt, richtet sich nach dem Risikoniveau des Kunden.
Auch Devisen, Schecks und Versicherungszahlungen fallen unter die Regel
Die Regeln gelten nicht nur für Bareinzahlungen. Sie erfassen auch das Einreichen von Schecks oder Bankentwürfen (Drafts) ab 5 Millionen Baht. Ebenso betroffen sind der Umtausch thailändischer Banknoten und Barzahlungen für die Ausstellung von Schecks oder Drafts.
Außerdem gilt die Regel für den Kauf, Verkauf und Tausch von Fremdwährungen. Auch die Entgegennahme von Zahlungen für Versicherungsprämien und Anlageprodukte sowie Geschäfte mit Finanzderivaten wird von den neuen Vorgaben erfasst.
Verdächtige Transaktionen müssen an die Notenbank gemeldet werden
Stellt ein Finanzinstitut ungewöhnliche Geschäfte fest, muss es diese der Bank von Thailand melden. Dies gilt auch für Transaktionen, die nicht zum üblichen Verhalten eines Kunden passen. Ziel ist es, Finanzinstitute davor zu schützen, für Straftaten oder illegale Aktivitäten genutzt zu werden.
Zugleich müssen die Institute auf angemessene Erleichterungen für Kunden achten. Betroffene Kunden sollen zudem schnell und fair betreut werden, so Rattanakorn.
Thailand orientiert sich an der Bangkok Blueprint gegen Betrug
Der Gouverneur erklärte, dass die neuen Regeln zur Bangkok Blueprint for Fraud-Resilient Financial Services passen. Diese Leitlinien hat die Bank von Thailand gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds (IMF) und der Weltbankgruppe angestoßen und vorangebracht.
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Das Ziel der Leitlinien ist es, den Finanzsektor widerstandsfähiger gegen Betrug zu machen. Der Finanzsektor soll dadurch bei der Betrugsprävention und der Reaktion auf Betrugsgefahren gestärkt werden.
Ab November gelten die neuen Prüfpflichten
Die neuen Regeln treten am 1. November 2026 in Kraft. Ab diesem Stichtag sind Finanzinstitute verpflichtet, Bargeldgeschäfte im Wert von mindestens 5 Millionen Baht nach den neuen Vorgaben zu prüfen. Dabei müssen sie die betreffenden Vorgänge auf Auffälligkeiten untersuchen und bewerten.
Wenn ein Geschäft ungewöhnlich erscheint oder sonstige Hinweise auf Unregelmäßigkeiten vorliegen, müssen die Institute den Vorgang melden. Die Prüf- und Meldepflicht gilt somit für Bargeldgeschäfte ab dem festgelegten Schwellenwert.
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