Alkohol und Tabak: Anutin mauert bei Sündensteuer-Reform

Vier Gesetzentwürfe liegen weiter ohne Unterschrift, und auf jede Frage der Journalisten gab der Premier dieselbe Antwort, selbst bei der Frage nach der Dringlichkeit.

Alkohol und Tabak: Anutin mauert bei Sündensteuer-Reform
ThaiRath

BANGKOK – Thailands Regierungschef Anutin Charnvirakul hat die Entwürfe zur Abschaffung der Zweckbindung der Sündensteuer noch nicht unterzeichnet. Auf Nachfragen von Journalisten sagte er mehrfach nur, die Sache werde noch geprüft. Es geht um Änderungen an vier Gesetzen, mit denen bisher Einnahmen aus der Steuer auf Alkohol und Tabak an vier Organisationen fließen. Künftig sollen diese Mittel über den regulären Staatshaushalt laufen.

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Entwürfe liegen noch ohne Unterschrift

Anutin ist zugleich Innenminister. Er äußerte sich am 27. Oktober um 12.10 Uhr im Regierungsgebäude und bestätigte, dass die Änderungsentwürfe bisher nicht unterschrieben sind. Die Entwürfe sollen die Zuteilung von Geldern an vier Organisationen aus der Verbrauchssteuer auf Alkohol und Tabak beenden.

Stattdessen sollen die Mittel in das normale Staatsbudget überführt werden. Bisher erhalten die vier Organisationen einen Teil der Sündensteuer direkt.

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Auf alle Fragen dieselbe Antwort

Auf die Frage nach dem Verfahrensstand antwortete Anutin nur, die Sache werde geprüft. Eine genauere Auskunft gab er nicht.

Auch als Journalisten wissen wollten, ob ein Amt prüft oder der Regierungschef selbst, und welche Tendenz sich abzeichnet, wiederholte er denselben Satz. Zu Richtung und Ergebnis der Prüfung blieb er damit konkrete Angaben schuldig.

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Keine Aussage zu Parlamentsvorgaben und Eile

Ein Reporter fragte, ob die Regierung ihre Ankündigung vor dem Parlament umsetzen muss. Dort hatte sie angekündigt, die Sündensteuer per Gesetz zurück in den Staatshaushalt zu holen, um die Haushaltsdisziplin zu wahren. Anutin antwortete darauf erneut nur, die Sache werde geprüft.

Ebenso blieb die Frage ohne Antwort, ob das Thema nicht dringend sei. Anutin wiederholte seine Formel, ohne einen Zeitplan für die Unterschrift zu nennen.

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Stand bleibt offen

Am Ende des Auftritts steht fest, dass die vier Gesetzentwürfe weiter nicht unterschrieben sind.

Ob und wann Anutin sie unterzeichnet, ließ er am 27. Oktober offen.

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Quelle: Thairath

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