BANGKOK, Thailand – Premierminister Anutin Charnvirakul schließt eine Klage gegen die Listenabgeordnete Rakchanok Sri-nok nicht aus. Anlass ist ihr Teilen eines Beitrags der Seite Godd Dam. Der Regierungschef äußerte sich am 27. Oktober im Regierungssitz vor Journalisten und sagte, die Entscheidung liege bei ihm. Er ist zugleich Innenminister und sieht sich nach eigenen Worten als Betroffener der Beleidigung.
Regierungschef lässt Klage offen
Im Regierungssitz fragten Journalisten Anutin, ob er rechtlich gegen Rakchanok Sri-nok vorgehen werde. Die Abgeordnete der Volkspartei hatte einen Beitrag der Seite Godd Dam weiterverbreitet. Der Premier nickte, als er danach gefragt wurde.
Auf die Nachfrage, ob das Nicken eine Klage bedeute, sagte er sinngemäß, das sei sein Recht, und man werde es bald erfahren. Auch ein Vorbehalt sei nicht nötig, weil es sein eigenes Recht sei.
Inhaber der Seite soll in Chon Buri sein
Ein weiterer Punkt betraf Chairat, den Inhaber der Seite Godd Dam. Berichte stellten die Frage, ob er noch in Thailand ist oder bereits ins Ausland gereist ist. Anutin sagte dazu, er habe gehört, Chairat halte sich in der Gegend der Provinz Chon Buri auf.
Die Opposition hatte verlangt, andere Verfahren ebenso zügig zu prüfen. Anutin erklärte, er habe dem nationalen Polizeichef und allen Beamten gesagt, dass alle Fälle so schnell wie möglich vorangebracht werden müssen. In diesem Fall gebe es klare Beweise, und bei eindeutiger Lage werde sofort zugegriffen.
Großer Fall für den Nachmittag angekündigt
Löschen helfe nichts, sagte er, weil Spuren zurückbleiben. Beruhe ein Vorwurf dagegen nur auf Aussagen von Dritten, lasse sich niemand festnehmen. Dann müsse die Polizei so lange ermitteln, bis verwertbare Beweise vorliegen.
Der Regierungschef kündigte für den Nachmittag desselben Tages einen großen Fall an. Dabei werde sich zeigen, wer strafrechtlich verfolgt wird. Er bat die Öffentlichkeit, die Entwicklung zu verfolgen. Die Beamten würden niemanden verschonen, sobald die Beweise vollständig seien, betonte Anutin.
Premier äußert sich nicht zu Paragraf 112
Auf die Frage, wie weit er rechtlich gehen wolle, antwortete Anutin, das sei sein Recht. Die Angelegenheit habe nichts mit der Regierungsarbeit zu tun, weil er selbst beleidigt worden sei. Eine mögliche Klage wäre nicht bloß eine Warnung: „Wenn man handelt, muss man voll durchziehen.“
Ob der Fall den Paragrafen 112 des Strafgesetzbuchs berührt, ließ er offen. Er wolle dazu keine Details nennen und spreche nur über seine eigene Angelegenheit.
Premier verweist auf Regierungsbilanz und Misstrauensdebatte
Zu den Angriffen in dieser Zeit verwies Anutin auf zahlreiche Erfolge der Regierung und auf positive Entwicklungen für das Land. Die einzelnen Minister könne man dazu selbst befragen.
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Die Bilanz wolle er in der Misstrauensdebatte vollständig darlegen, und die Regierung arbeite für das Volk und nicht für sich selbst oder ihre Gefolgsleute.
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„Zahlreiche Erfolge der Regierung und positive Entwicklungen für das Land.“ – Hm.