RATCHABURI – Ein 31-jähriger Patient ist nach einer fehlerhaften Diagnose im San Camillo Krankenhaus verstorben. Der Krankenhausdirektor reiste persönlich zur Trauerfeier nach Bangkok, entschuldigte sich bei der Familie und suspendierte den verantwortlichen Arzt. Der 70-jährige Mediziner ist derzeit nicht erreichbar.
70-jähriger Teilzeit-Arzt nach Fehldiagnose suspendiert
Der behandelnde Internist war seit über zehn Jahren in Teilzeit für das Krankenhaus tätig. Nach dem Tod von Phanuphong Meesuk am 18. Juli zog die Klinik sofort Konsequenzen.
„Wir haben den betroffenen Arzt vom Dienst suspendiert“, erklärte Direktor Piyasak Wongwai am Tag nach dem Todesfall. Der 70-Jährige sei aktuell nicht erreichbar, das Krankenhaus könne keinen Kontakt zu ihm herstellen.
Direktor reist zur Beerdigung nach Bangkok
Piyasak Wongwai erschien am 19. Juli persönlich im Wat Bamphen Nuea im Bezirk Min Buri. Vor der Familie des Verstorbenen, darunter die kleine Tochter Sai, zeigte er sich tief betroffen.
Der Klinikchef sprach den Angehörigen sein Beileid aus und entschuldigte sich für den Vorfall. Er betonte, als Direktor in dieser Sache nicht untätig geblieben zu sein.
Interne Untersuchung soll Abläufe aufklären
Das Krankenhaus setzte umgehend eine Untersuchungskommission ein. Diese soll die genauen Umstände der Fehldiagnose klären und Verantwortlichkeiten benennen.
Piyasak Wongwai sicherte volle Kooperation mit allen Behörden zu. Ärztekammer und Gesundheitsministerium würden sich voraussichtlich ebenfalls einschalten.
Fast 300 Mitarbeiter von den Folgen betroffen
Der Direktor verwies auf die schwierige Lage für das gesamte Haus. Nahezu 300 Angestellte sowie zahlreiche Patienten seien durch die Berichterstattung verunsichert.
Er bat die Gesellschaft um eine Chance für das Krankenhaus. Die Mitarbeiter kümmerten sich weiterhin pflichtbewusst um die wartenden Kranken und Verletzten.
Krankenhaus will Reformen vorantreiben
Piyasak Wongwai wertete den Vorfall als individuelle Verfehlung. Ein solches Verhalten könne in jeder Klinik vorkommen, sagte er.
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Das Ereignis sei eine Mahnung, Reformen erneut anzustoßen. Das Krankenhaus habe in der Vergangenheit bereits entsprechende Prozesse durchlaufen.
Ob Angehörige klagen, bleibt offen
Der Direktor äußerte sich zurückhaltend zu möglichen rechtlichen Schritten. Die Entscheidung liege allein bei der Familie des Verstorbenen.
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Alles solle seinen rechtsstaatlichen Gang gehen, erklärte er. Das Krankenhaus werde sich den Entscheidungen der Untersuchungskommission fügen.

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