Surin, Thailand – Ein Drogen-Screening an 100 als gefährdet eingestuften Schülern in der Provinz Surin förderte fast 30 positive Tests zutage, fast die Hälfte davon bei Mädchen. Die Ergebnisse und Aussagen eines 19-jährigen Rehabilitanden legen nahe, dass Drogenkonsum bereits in der 6. Klasse stattfindet und stehen im Fokus einer Senatsuntersuchung zur Eindämmung jugendlicher Konsumenten.
Fast 30 von 100 getesteten Schülern positiv
Urinproben, die an einer lokalen weiterführenden Schule nach einem bezirksgeleiteten Trainingsprogramm genommen wurden, zeigten bei nahezu 30 der 100 als gefährdet eingestuften Schüler Spuren von Betäubungsmitteln.
Lehrer und Beamte bezeichneten die Befunde am Mittwoch, dem 3. Juni, als alarmierend und sehen darin einen messbaren Hinweis auf ein größeres Problem unter Jugendlichen in der Provinz.
Viele Betroffene sind Mädchen und sehr jung
Von den positiven Tests entfiel fast die Hälfte auf Schülerinnen, was die Sorge über die Verbreitung unter Jugendlichen erhöht.
Berichte und Aussagen deuten darauf hin, dass der Konsum bei einigen Kindern schon in der 6. Klasse beginnt.
Rehabilitand berichtet von Verkauf und Konsum in Schulen
Bei einem Besuch im Civic Rehabilitation Centre sprachen Beamte mit einem 19-jährigen Teilnehmer, der angab, seit seinem 14. Lebensjahr Methamphetamin zu nehmen und zuvor Drogen an Schüler verkauft zu haben.
Der junge Mann schilderte, dass Drogenkonsum an Schulstandorten stattfinde, unter anderem in Toiletten und während des Unterrichts, was die Überwachungs- und Erkennungsarbeit der Lehrkräfte erschwere.
Screening zielte auf auffällige Jugendliche
Die getesteten Schüler hatten teilweise Vorgeschichten mit Schulschwänzen oder Verhaltensauffälligkeiten und hatten vor den Urintests an einem Trainingsprogramm des Bezirks teilgenommen.
Die Kombination aus Trainingsmaßnahmen und anschließenden Tests lieferte den Behörden konkrete Zahlen über das Ausmaß innerhalb der ausgewählten Risikogruppe.
Einige Schulen verweigern Tests aus Angst um Ruf
Die Kooperation mit Schulen war nicht einheitlich: Während manche Verwaltungskräfte mit Behörden zusammenarbeiteten, hätten mehrere Einrichtungen ähnliche Screening-Aktivitäten abgelehnt.
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Beamte sehen in diesen Verweigerungen ein Hindernis, frühzeitig neue Konsumenten zu identifizieren und gezielte Präventionsmaßnahmen umzusetzen.
Senator bringt Erkenntnisse in Senatsarbeit ein
Senator Rujipas Meekusol, Vertreter von Surin im Senat und Sprecher des Senatsausschusses für Recht und Justiz, will die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vorlegen und die Befunde prüfen lassen.
Die Thematik wird bei einem geplanten Besuch des Senatsausschusses in Surin am 5. und 6. Juni diskutiert; Prävention und Durchsetzungsmaßnahmen stehen dabei auf der Agenda.

Thailand hat sehr viele Innenpolitische Probleme können nicht mehr behoben werden.(Drogen, Korruption etc)
Fällt den Eltern der Kinder nichts auf? Und wie finanzieren die Schüler ihre Sucht? Das hier geht in die Richtung Verwahrlosung und wenn man nicht rechtzeitig entgegensteuert, dann hilft später kein Jammern. Schüler, die der Schule häufig fern bleiben, sind die zukünftigen Tagelöhner. Mangels unzureichender Bildung ist auch keine perfekte Berufsausbildung gewährleistet, was das Land zukünftig in einen argen Fachkräftemangel versetzt. So wird das nichts, wenn man im Konzert der Wirtschaftsmächte mitspielen will!
„Mangels unzureichender Bildung ist auch keine perfekte Berufsausbildung gewährleistet, was das Land zukünftig in einen argen Fachkräftemangel versetzt.“ Seit wann schafft „Auswendiglernen“ ohne etwas zu verstehen, außer dass man Rezitieren kann, denn die Möglichkeit einer perfekten Berufsausbildung? Für eine korrekte Berufsausbildung, die in Tat und Wahrheit ja gar nicht vorhanden ist, muss zuerst das staatliche Schulwesen reorganisiert und neu strukturiert werden. Als Beispiel nenne ich einen sogenannten „Berufselektriker“, welcher nicht mal das einfachste Ohmsche Gesetz kennt und oder anwenden kann. Ein Fachkräftemangel aus thailändischen „Ausbildungen“ hat es schon immer gegeben und daran wird sich vorläufig nichts ändern.
Ob ein Berufselektriker jetzt unbedingt das Ohmsche Gesetz kennen muß wage ich zu bezweifeln.
ABER eine einfache Kreuz- oder Wechselschaltung zu kennen und anzuwenden wäre schon wünschenswert. In der Praxis sehe ich das so gut wie nie. Kenne aber den Grund nicht.
Wer nicht weiß, was das Ohmsche Gesetz beinhaltet, versteht Null und nichts von der Elektrik. Buddha sei Dank – ein Thai mehr . :-)
Das ist nichts Neues. Ich wohnte gegenüber einer Schule und konnte schon vor ca. 15 Jahren beobachten, wie Schulkindern Drogen verkauft wurden. Notabene von einem Polizisten. Ich habe die Schnauze gehalten, wie jeder verstehen wird.
Wenn man allein die Schlagzeile liest könnte einem tatsächlich schon Angst und Bange werden. Wenn man dann allerdings weiterliest stellt sich heraus, dass 30 von 100 als „gefährdet eingestuften Schülern“ getestet wurden. Ergo, es wurde vor den Tests schon eine Negativ-Auswahl vorgenommen. Das ist meines Erachtens aber immer noch schlimm genug. Lösungsansätze wie man das Drogenproblem nachhaltig in den Griff kriegen könnte habe ich allerdings nicht.