BANGKOK – Ein Schlag gegen mutmaßliche Geldwäsche und Forex-Betrug: Spezialermittler und Cyber-Polizei durchsuchten am Dienstag 24 Objekte in fünf Provinzen. Sie stellten mehr als 65 Millionen Baht Bargeld, Luxusautos und Gold sicher – und entdeckten eine brisante Spur, die bis in die Politik und die Promi-Szene führen soll.
Operation „Shutdown the laundering“
Am Dienstag (16. Juni 2026) schlugen Beamte des Department of Special Investigation (DSI) gemeinsam mit Cyber-Polizei, forensischen Experten und der Bank of Thailand zu. Ziel der Operation waren Standorte in Bangkok, Nonthaburi, Pathum Thani, Samut Prakan und Samut Sakhon.
Der Vorwurf: Das Netzwerk soll über Apps und Webseiten mit hohen Renditen für nicht autorisierten Devisenhandel geworben und Anleger betrogen haben. Die Behörden stufen den Fall als komplexes Wirtschaftsverbrechen ein, das über ein gewöhnliches Schneeballsystem hinausgeht.
Bargeld, Gold und Sportwagen
Die Razzien förderten eine beachtliche Beute zutage. Mehr als 65 Millionen Baht in bar wurden beschlagnahmt, dazu fünf Supersportwagen und Luxusmotorräder, Gold- und Silberbarren, wertvoller Schmuck sowie Designertaschen.
Ermittler froren zudem 77 Bankkonten ein, die mit 57 Einzelpersonen und 20 Unternehmen verknüpft sind. Auch Hardware-Wallets, Computerserver und mehrere Schusswaffen stellten die Beamten sicher.
Spur führt zu Politik-Prominenz
Besondere Brisanz: Die Geldflüsse sollen zu einer Person aus der Opposition mit dem Initial „P“ und einem männlichen Prominenten mit dem Initial „F“ führen. Die Initialen sorgten sofort für heftige Spekulationen.
DSI-Ermittler wollen die Verbindungen nun weiter aufdecken. Noch sind die vollen Namen nicht öffentlich – heute am Freitag (19. Juni) will der Justizminister jedoch ein vollständiges „Diagramm der Namen“ präsentieren.
Pawoot weist alle Vorwürfe zurück
Kaum war das Initial „P“ durchgesickert, meldete sich Pawoot Pongvitayapanu, Listen-Abgeordneter der oppositionellen People’s Party, zu Wort. Er erklärte knapp, er sei „nicht verwickelt“ und wolle zunächst die formelle Mitteilung des DSI abwarten.
Parteikollege Rangsiman Rome sprang ihm bei und nannte die Vorgänge ein „politisches Spiel, um Rache an der Opposition zu nehmen“. Pawoot sei fleißig, so Rome, und prüfe das TH-AI-Passport-Projekt des Landes genau.
Partei gelobt Kooperation – aber verlangt Fairness
Die People’s Party versuchte rasch, Geschlossenheit zu zeigen. Die Politikerin Rukchanok Srinork betonte, die Partei sei jederzeit bereit, mit den Behörden zu kooperieren und sich vollständig überprüfen zu lassen.
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Sprecherin Pukkamon Nunarnan ergänzte, man werde niemanden decken, der sich etwas habe zu Schulden kommen lassen. Sie forderte aber Fairness und warnte davor, Personen allein aufgrund von Stimmungsmache an den Pranger zu stellen.
Heute um 10 Uhr fällt der Vorhang
Alle Blicke richten sich nun auf Polizeigeneralleutnant Rutthapon Naowarat. Der Justizminister wird heute um 10 Uhr gemeinsam mit dem DSI-Team das Namensdiagramm aller mutmaßlich Beteiligten enthüllen – und damit klären, wie tief die Forex-Affäre in Politik und Unterhaltungsbranche reicht.
Die Pressekonferenz soll Transparenz schaffen und die Öffentlichkeit umfassend über die Ergebnisse der Operation „Shutdown the laundering“ informieren. Dabei werden auch die nächsten Schritte der Ermittlungen und mögliche weitere Maßnahmen vorgestellt.



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