HUA HIN – Ein ausländischer Tourist rastete am Wochenende im Zentrum von Hua Hin völlig aus und ging auf sechs Menschen los, darunter eine behinderte Blumenverkäuferin im Rollstuhl. Der Mann wurde von Passanten überwältigt und sitzt jetzt in Haft. Ihm droht die Abschiebung.
Rollstuhlfahrerin mitten im Geschehen
Was mit Lärm in einem Cannabis-Laden begann, eskalierte mitten auf der Straße. Ein Video, das in sozialen Medien viral ging, zeigt den Mann in einem auffällig gemusterten Hemd, während mehrere Leute versuchen, ihn zu bändigen.
Zeugen berichten, der Mann habe im Laden erst Einrichtungsgegenstände zerstört, dann sei er auf einen Kunden losgegangen. Danach rannte er auf die Straße und ging auf eine behinderte Frau los, die an einer Ecke Blumen aus ihrem Rollstuhl verkaufte. Er riss sie aus dem Rollstuhl.
Fünf Passanten nötig, um den Mann zu stoppen
Die 20-jährige Nageldesignerin Suchitra Namthong filmte einen Teil der Szenen von der anderen Straßenseite aus. Sie sah, wie der Mann zuvor schon einen Motorradfahrer anging, der gerade seine Freundin abholen wollte.
In der Nähe eines Restaurants griffen schließlich mehrere Passanten ein. Wegen seiner massigen Statur brauchte es laut Suchitra etwa fünf Personen, um den Mann am Boden zu fixieren, bis die Polizei eintraf.
Mitarbeiterin öffnet Tür und gerät sofort in die Situation
Eine 32-jährige Angestellte des Ladens, die nur als „Am“ bekannt ist, erzählte Reportern, sie sei nach unten gegangen, um den Krach zu untersuchen. Sobald sie die Tür öffnete, war sie unmittelbar betroffen.
Ein Radfahrer, der dazwischengehen wollte, geriet ebenfalls zwischen die Fronten. Die Frau sagte aus, der Mann habe den Laden zuvor zwei Tage lang ohne Zwischenfälle besucht. Sie vermutet, der Vorfall folgte auf einen Streit mit einem anderen Kunden, womöglich über Religion.
Sechs Opfer und ein Widerspruch zu Zeugenaussagen
Am gab an, verstanden zu haben, dass der Verdächtige aus Katar stamme und etwa fünf Menschen verletzt wurden. Die Polizei von Hua Hin bestätigte später, dass insgesamt sechs Opfer in dem Fall identifiziert wurden.
Woher die abweichende Zahl genau kommt, blieb zunächst offen. Klar ist nur: Der Vorfall zog sich vom Laden über den Straßenrand bis zu völlig unbeteiligten Passanten.
100.000 Baht Entschädigung für die Opfer
Noch während der Mann in Gewahrsam saß, einigten sich die Beteiligten auf eine Kompensation. Insgesamt 100.000 Baht sollen an die Geschädigten fließen.
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Die behinderte Frau, die am schwersten betroffen war, erhält 25.000 Baht. Die anderen fünf identifizierten Opfer bekommen jeweils 15.000 Baht.
Visum wird annulliert, dann folgt die Abschiebung
Die Polizei hat Anzeige wegen Körperverletzung erstattet und stuft den Mann als Gefahr für die Öffentlichkeit ein. Die Beamten kündigten an, ihn direkt an die Einwanderungsbehörde zu überstellen.
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Dort soll sein Visum für ungültig erklärt werden. Sobald das laufende Verfahren abgeschlossen ist, wird der Mann nach Katar abgeschoben.
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In der Heimat ( Katar ) ist Cannabis strengstens verboten, Alkohol unterliegt sehr strengen Bestimmungen und im Urlaub in Thailand wird alles reingefeuert was kommt.
Das dann Ausraster erfolgen ist leider nicht ungewöhnlich.
Die Bestrafung ist m.M.n. viel zu gering für solch einen Auftritt, ich hoffe diese Person sieht Thailand nie wieder. Diese Art vom Qualität braucht niemand.