HUA HIN, Thailand – Die thailändische Polizei hat einen 67-jährigen Südkoreaner wegen des Verdachts auf groß angelegten Immobilienbetrug festgenommen. Die Ermittler beziffern den Schaden zunächst auf 97,4 Millionen Baht, später wurden weitere Fälle mit einem Gesamtschaden von mehr als 147 Millionen Baht bekannt.
Festnahme in Luxusresidenz von Hua Hin
Beamte der Abteilung zur Verbrechensbekämpfung nahmen den als Herrn Han identifizierten Mann in einer Luxusresidenz in Hin Lek Fai im Bezirk Hua Hin in der Provinz Prachuap Khiri Khan fest. Grundlage war ein Haftbefehl des Strafgerichts vom 16. Oktober 2024.
Han bestätigte bei der Festnahme, dass sich der Haftbefehl gegen ihn richtete. Nach Angaben der Polizei war er zuvor noch nicht festgenommen worden.
Investitionen in Cha-am und Hua Hin versprochen
Seit 2020 soll Han gemeinsam mit Verbündeten südkoreanische Landsleute zu Investitionen in Eigentumswohnungen und Grundstücke in Cha-am, Phetchaburi und Hua Hin bewegt haben. Zunächst kauften Betroffene eine Eigentumswohnung im Wert von 8,4 Millionen Baht.
Das Geld wurde an ein Unternehmen überwiesen, das mit Hans ehemaliger Ehefrau verbunden war. Später überzeugte Han die Anleger, die Firma Han Korea Co., Ltd. zu gründen, über die sie Anteile und Rechte an Immobilieninvestitionen halten sollten.
89 Millionen Baht zusätzlich überwiesen
Im Vertrauen auf dieses Modell überwiesen die Betroffenen weitere 89 Millionen Baht. Ermittlungen ergaben laut Polizei jedoch, dass keine tatsächlichen Investitionen getätigt worden waren.
Daraufhin erstatteten die Betroffenen Anzeige bei der thailändischen Abteilung zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität. Die Polizei bezifferte den anfänglichen Schaden auf 97,4 Millionen Baht.
Weitere Fälle und Verfahren in Südkorea
Bei den weiteren Ermittlungen stießen die Behörden auf drei zusätzliche Betrugsfälle, die mit Han in Verbindung gebracht werden. Dadurch stieg der geschätzte Gesamtschaden auf mehr als 147 Millionen Baht.
Nach Angaben der Behörden laufen gegen Han außerdem neun Strafverfahren in Südkorea. Nach seiner Festnahme wurde er den Ermittlern der Abteilung zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität übergeben, zur Strafverfolgung nach thailändischem Recht.

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