BANGKOK, THAILAND – Die Spannungen zwischen Iran und den USA schüren Unsicherheit über eine mögliche Schließung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Öl-Transportrouten der Welt. Thailands Energiekonzern PTT betont jedoch offiziell, dass ausreichende Reserven vorhanden sind und die Versorgung gesichert bleibt.
Straße von Hormus: Warum die Lage weltweit nervös macht
Die zunehmenden Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten sorgen für Unsicherheit darüber, ob die Straße von Hormus offen bleibt. Diese Meerenge gilt als eine der bedeutendsten Routen für den globalen Öltransport.
Eine mögliche Einschränkung oder Schließung würde vor allem die Logistik und Verfügbarkeit von Rohöl-Lieferungen betreffen. Entsprechend wächst die Sorge in Ländern, die stark von Importen abhängig sind.
Thailands Abhängigkeit: 70 Prozent Rohöl aus dem Nahen Osten
In Thailand richtet sich der Blick besonders auf PTT, da das Unternehmen derzeit rund 70 Prozent seines Rohöls aus dem Nahen Osten importiert. Daraus ergibt sich für viele die Frage, ob Thailand in eine Energieknappheit geraten könnte.
Die Sorge betrifft nicht nur Unternehmen, sondern auch Verbraucher, weil Ölpreise und Versorgungssicherheit direkt den Alltag und die Wirtschaft beeinflussen. Vor diesem Hintergrund gewinnt Krisenvorsorge bei Importen an Bedeutung.
Offizielle Zusicherung von PTT: „Kein Grund zur Sorge“
Das Nachrichten-Team von Thairath Online erhielt nach eigenen Angaben eine offizielle Bestätigung von PTT, dass kein Grund zur Sorge bestehe. PTT erklärte, man verfüge über ausreichende Energie-Reserven, um den Bedarf zu decken.
Die Zuversicht stütze sich demnach auf vorbereitete interne Systeme und Krisenpläne, die auf verschiedene Szenarien ausgelegt sind. Ziel sei es, auch bei plötzlichen Störungen handlungsfähig zu bleiben.
Globale Beschaffung: 1.600 Partner in 80 Ländern
PTT betont, nicht nur auf eine einzige Bezugsquelle angewiesen zu sein, obwohl der Nahe Osten derzeit die Hauptregion bleibt. Eine internationale Handels-Einheit beobachtet laut Bericht laufend Lage und Ölpreise über ein weltweites Netzwerk.
Mit mehr als 1.600 Partnern und Handelspartnern aus 80 Ländern könne PTT im Notfall Rohöl aus anderen Quellen beschaffen. Zudem werden demnach auch Termingeschäfte genutzt, um Risiken zu steuern.
Alternative Seewege und Häfen: Yanbu und Fujairah als Optionen
Um Transportprobleme abzufedern, hat PTT nach eigenen Angaben bereits alternative Schifffahrtsrouten vorbereitet. Genannt werden unter anderem Lieferoptionen über den saudi-arabischen Hafen Yanbu sowie über Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
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Damit soll sichergestellt werden, dass Rohöl auch dann exportiert und geliefert werden kann, wenn bestimmte Gewässer zeitweise nicht passierbar sind. Die Logistikplanung ist laut Bericht so ausgelegt, dass Lieferketten flexibel umgestellt werden können.
Importstrategie 2026: Im Krisenfall weniger Naher Osten, mehr Fernmärkte
Für das Jahr 2026 sei die Rohöl-Importplanung laut Bericht bewusst flexibel angelegt. Im Normalfall bleibe der Anteil aus dem Nahen Osten bei etwa 70 Prozent.
Sollte sich die Lage bis hin zu einem Kriegsszenario zuspitzen, könne PTT den Anteil aus dem Nahen Osten nach eigenen Angaben sofort auf 30 Prozent senken. Gleichzeitig sollen Importe aus weiter entfernten Regionen wie den USA, Südamerika und Afrika auf über 60 Prozent erhöht werden.
Technologie zur Absicherung: Echtzeit-Tracking der Tanker
Zur Versorgungssicherheit zählt PTT auch technologische Unterstützung: Das Unternehmen nutzt laut Bericht ein Vessel Tracking System, um Öltanker in Echtzeit zu verfolgen. So könne der Status aller Transportschiffe jederzeit überwacht werden.
Im Fall von Zwischenfällen sollen dadurch schneller Gegenmaßnahmen möglich sein. Das Ziel bleibt laut Darstellung, die Energieversorgung Thailands auch bei Störungen stabil zu halten.



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