PHUKET, Thailand – Behörden untersuchen Beschwerden über Geschäfte von Israelis in Patong, die thailändische Kunden abgewiesen haben sollen. Gleichzeitig prüfen sie, ob thailändische Staatsangehörige als Strohpersonen eingesetzt werden, um ausländische Eigentümer zu verbergen. Für die betroffenen Unternehmen geht es damit neben der Gleichbehandlung von Kunden auch um die Einhaltung der thailändischen Firmenregeln.
Beschwerden über abgewiesene Thai-Kunden
Vizegouverneur Khetarat Chansilp leitete am Montag, dem 17. August, Kontrollen in Patong. Anlass waren Beschwerden, wonach einige von Israelis betriebene Geschäfte keine thailändischen Kunden bedienen wollten.
Zu den kontrollierten Betrieben gehörten ein auf israelische Kunden ausgerichtetes Tourunternehmen und ein Bekleidungsgeschäft. Khetarat erklärte, Betreiber müssten thailändische und ausländische Kunden fair und ohne Benachteiligung behandeln.
Behörden prüfen Betreiber und Unterlagen
An den Kontrollen beteiligten sich Mitarbeiter des Arbeitsamts der Provinz Phuket und des Bezirksamts Kathu. Sie sollten die tatsächlichen Abläufe klären und prüfen, ob die Unternehmen legal arbeiten.
Kontrolliert wurden unter anderem der Geschäftsbetrieb, die autorisierten Manager und relevante Dokumente. Die Behörden untersuchten auch, ob thailändische Staatsangehörige Anteile halten oder im Auftrag ausländischer Eigentümer handeln.
Auch Geschäfte mit hebräischer Werbung im Blick
Khetarat wies die Behörden an, weitere Betriebe zu kontrollieren, die sich gezielt an ausländische Kunden richten. Dazu gehören auch Geschäfte, deren Werbung oder Verkaufsförderung hebräische Schrift verwendet.
Die Prüfungen sollen nach Angaben des Vizegouverneurs klären, wer die Unternehmen tatsächlich führt und ob die Geschäftspraxis mit dem thailändischen Recht übereinstimmt. Ob bei den zuletzt kontrollierten Betrieben verdächtige Aktivitäten festgestellt wurden – abgesehen davon, dass ein Ausländer beteiligt war –, sagte Khetarat nicht.
Phuket weitet Vorgehen gegen Strohmänner aus
Die Kontrollen sind Teil einer verschärften Überprüfung ausländisch betriebener Unternehmen in Phuket und im ganzen Land. Phuket will dabei den Einsatz thailändischer Strohpersonen in allen Geschäftsbereichen bekämpfen.
Genannt wurden unter anderem Autovermietungen, Hotels und Restaurants. An der Aktion beteiligen sich lokale Verwaltungsstellen, die Polizei, Unterbezirks- und Dorfvorsteher sowie weitere Behörden.
Mehr als 11.000 Unternehmen mit Auslandsbezug
Nach den jüngsten Zahlen der Polizei gibt es in Phuket 32.024 registrierte juristische Personen. Ihr eingetragenes Kapital beträgt zusammen rund 240,6 Milliarden Baht.
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11.078 Unternehmen, also 34,59 Prozent, werden als Unternehmen mit ausländischer Beteiligung eingestuft. Die meisten davon befinden sich im Bezirk Mueang mit 6.073 Firmen, gefolgt von Thalang mit 2.670 und Kathu mit 2.335.
6.682 Betriebe gelten als risikoreich
Die Behörden haben 6.682 Unternehmen mit erhöhtem Überwachungsbedarf erfasst. Sie verteilen sich auf die Bereiche Tourismus, Grundstücke und Immobilien, elektronischer Handel, Transport und Lagerung, Hotels und Ferienanlagen sowie Landwirtschaft und Bau.
Zu den möglichen Nominee-Konstruktionen zählt laut Polizei unter anderem eine Konstruktion, bei der Thailänder formal mindestens 51 Prozent der Firmenanteile halten, während das tatsächliche Kapital von ausländischen Investoren stammt. Auch ausländische Kontrolle über Abstimmungen oder die Geschäftsführung kann darunter fallen; bei festgestellten Verstößen sollen rechtliche Schritte folgen.
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„…Betreiber müssten thailändische und ausländische Kunden fair und ohne Benachteiligung behandeln.“
Danke für den Witz. Dann kann Khetarat gleich einmal alle Geschäfte kontrollieren, die dual princing anwenden.