Polizei zerschlägt 4.500 illegale Glücksspiel-Seiten zur WM

Polizei stoppt Milliardengeschäft: Bei einer Großrazzia gegen WM-Wetten wurden 617 illegale Buchmacher verhaftet und 20,5 Milliarden Baht Wettumsätze aufgedeckt.

Polizei zerschlägt 4.500 illegale Glücksspiel-Seiten zur WM
Royal Thai Police Office

BANGKOK – Landesweite Razzia gegen Wetten zur Fußball-Weltmeisterschaft: Die Polizei hat über 4.500 illegale Glücksspiel-Websites abgeschaltet und knapp 8.800 Menschen festgenommen. Im Visier stehen auch die Schatten-Finanznetzwerke dahinter.

Mehr als 8.000 Zocker und Buchmacher festgenommen

Bei einem Großeinsatz mit Fokus auf die Fußball-Weltmeisterschaft haben die Behörden 617 Buchmacher und 8.181 Online-Spieler festgenommen. Das gab Polizeigeneral Thana Chuwong am Mittwoch bekannt.

Die Spezialoperation lief vom 6. Juni bis zum 19. Juli. Die Beamten deckten dabei wettbezogene Transaktionen in Höhe von 20,5 Milliarden Baht auf und blockierten fast 558.000 URLs mit Bezug zu illegalem Glücksspiel.

„Mule“-Konten als finanzielle Basis der Kriminellen

Die Festnahmen sind Teil einer verstärkten Kampagne gegen sogenannte „Mule“-Bankkonten. Diese Konten bilden laut Thana das finanzielle Rückgrat der kriminellen Online-Syndikate.

Die Daten zeigen, dass 65,4 Prozent aller Online-Betrugsfälle und -Verluste über Banküberweisungen abgewickelt werden. Die Netzwerke waschen ihr Geld also weiterhin über klassische Geschäftsbanken.

Betrug mit falscher Identität verursacht höchste Schäden

Neben dem Sportwetten-Markt bleibt der Online-Shopping-Betrug die häufigste Cyber-Straftat. Identitätsdiebstahl verursacht jedoch die größten finanziellen Verluste, wie die Polizeistatistik für Juli zeigt.

Die Ermittler intensivieren nun die Jagd nach den Hintermännern der „Mule“-Konten. Das Netzwerk soll auf jeder Ebene zerschlagen werden.

Chinesische Callcenter-Banden nutzten Strohmann-Konten

Polizeigeneral Thana lobte die Provinzpolizei Region 2 für einen Schlag gegen ein Netzwerk. Die Verdächtigen sollen chinesischen Staatsbürgern geholfen haben, Bankkonten zu eröffnen.

Diese Konten wurden später von Callcenter-Betrügern genutzt. Die Behörden kündigen verstärkte Maßnahmen gegen „Mule“-Konten an.

Illegale Waffen und Plattformen im Fokus

Zwischen Oktober 2025 und Juli 2026 gingen der Polizei zudem 787 Betreiber illegaler Online-Plattformen ins Netz. Über 3.100 Verdächtige wurden im Zusammenhang mit dem illegalen Waffenverkauf festgenommen.

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Die Zahlen verdeutlichen das breite Spektrum der Cyberkriminalität. Die Behörden planen nun einen zentralen Schlag gegen die Finanzströme.

Neues Zentrum gegen Online-Glücksspiel geplant

Die Königliche Thailändische Polizei und die Bank von Thailand bereiten die Gründung eines Anti-Online Gambling Center (AOGC) vor. Intelligente Erkennungssysteme sollen die illegalen Finanznetzwerke stören.

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Die Ermittlungen weiten sich zudem auf die Werbemaschinerie aus. Die Behörden kündigten an, gezielt gegen Influencer und Prominente vorzugehen, die für illegales Glücksspiel werben oder Werbung dafür in Auftrag geben.

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Quelle: Bangkok Post

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