Bangkok, Thailand – Die Polizei hat im Sukhumvit-Gebiet sechs ausländische Frauen festgenommen, weil sie öffentlich Kunden angesprochen haben sollen. Nach Beschwerden aus der Bevölkerung und Beiträgen, die in sozialen Medien viral gingen, griffen die Beamten in der Soi Sukhumvit 4 durch. Den Frauen drohen nun Anklagen nach dem thailändischen Gesetz zur Verhinderung und Unterdrückung von Prostitution.
Festnahme nach Beschwerden und Social-Media-Druck
Bei der Aktion am 7. Mai nahm die Polizei fünf vietnamesische und eine usbekische Staatsangehörige fest. Nach Angaben der Beamten wurden die Frauen dabei beobachtet, wie sie öffentlich Kunden ansprachen.
Die Einsätze folgten auf Beschwerden von Anwohnern und auf virale Beiträge in sozialen Medien. Genau dieses Zusammenspiel hat den Druck auf die Polizei in dem bekannten Ausgehviertel erhöht.
Anklagen und mögliche Geldstrafen
Die Polizei bestätigte die rechtlichen Vorwürfe nach dem thailändischen Gesetz zur Verhinderung und Unterdrückung von Prostitution. Im Raum stehen Geldstrafen von bis zu 1.000 Baht.
Offen ließ die Polizei, ob gegen die festgenommenen Frauen auch Abschiebeverfahren eingeleitet werden. Damit bleibt für die Betroffenen vorerst unklar, wie es nach den Anklagen weitergeht.
Teil einer größeren Aktion gegen ausländische Sexarbeiterinnen
Der Zugriff in Bangkok ist Teil eines breiteren Vorgehens gegen ausländische Sexarbeiterinnen in thailändischen Touristenzentren. Im März hatte es im selben Gebiet bereits eine Razzia gegeben, bei der 16 Frauen festgenommen wurden.
Auch in Pattaya kam es kürzlich zu einer ähnlichen Aktion, bei der ausländische Staatsangehörige wegen vergleichbarer Vorwürfe in Gewahrsam genommen wurden.
Polizei will weiter gegen solche Einsätze vorgehen
Die Behörden wollen nach eigenen Angaben die öffentliche Ordnung sichern und das touristische Image der betroffenen Orte verbessern. Die Polizei kündigt an, weitere derartige Aktionen durchzuführen. Damit bleibt das Vorgehen in den thailändischen Touristenzentren kein Einzelfall, sondern Teil einer laufenden Linie der Beamten gegen illegale Aktivitäten.
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