NONTHABURI, THAILAND – Die thailändische Polizei hat bei einer Razzia in einer Luxus‑Eigentumswohnung sechs nigerianische Verdächtige festgenommen. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, ein Romance‑Scam‑Netzwerk betrieben zu haben; zahlreiche Handys, Laptops und Bankunterlagen wurden sichergestellt.
Razzia „Dark Room Crackdown“ in Flussufer‑Wohnung
Die Sonderoperation mit dem Codenamen „Dark Room Crackdown“ fand laut Polizei am 22. Mai in einer Eigentumswohnung nahe der Phra Nang Klao Brücke in Bang Kraso, Bezirk Muang, statt.
Beamte durchsuchten drei Räume auf Grundlage von Haftbefehlen des Provinzgerichts Nonthaburi und nahmen sechs Männer im Alter von 23 bis 35 Jahren fest; einige Verdächtige leisteten nach Angaben der Polizei Widerstand, ein Mann versuchte über einen Balkon zu fliehen und ein anderer versteckte sich im Bad.
Großes Beweismaterial: 18 Handys und KI‑Bilder
Die Ermittler beschlagnahmten 18 Mobiltelefone, drei Laptops und drei Bankbücher, die laut Polizei Chatverläufe, Betrugsskripte und KI‑generierte Profilbilder enthielten.
Die Auswertung der Geräte soll Aufschluss über Kontakte zu Opfern und Arbeitsabläufe des Netzwerks geben; die Polizei prüft die digitalen Spuren für mögliche weitere Anklagen.
Namen, Alter und Visumsüberschreitungen
Festgenommen wurden Denis (23, Visumsüberschreitung 726 Tage), Ejikeme (24, 827 Tage), Ibekwe (29, 1.166 Tage), Okorom (26, 695 Tage) und Nwosu (30, 1.560 Tage). Der Visumsstatus von Obielu (35) wurde nicht näher spezifiziert.
Laut Polizei lebten die Verdächtigen trotz Studentenvisa gemeinsam in der Wohnung, ohne nachweislich Kurse zu besuchen oder regulär beschäftigt zu sein.
So sollen die Betrüger vorgegangen sein
Die Verdächtigen nutzten laut Polizei gefälschte Profile — angeblich als Piloten, Soldaten, Anwälte, Ingenieure oder Ärzte — und sprachen Menschen über Messenger, Facebook, WeChat, TikTok, Line und Zalo an.
Das angebliche Muster: romantisches Vertrauen aufbauen, dann behaupten, ein Paket hänge beim Zoll und brauche Zahlungen; viele Opfer sollen ältere thailändische Frauen gewesen sein, die mit vorbereiteten Skripten emotional manipuliert wurden.
Ermittlungsstand: Geständnisse und mögliche Nachanzeigen
Die Polizei klagte die Verdächtigen zunächst wegen Mitgliedschaft in einer geheimen Vereinigung und Überschreitung ihrer Aufenthaltserlaubnis an und berichtet, die Männer hätten die anfänglichen Vorwürfe bei der Festnahme gestanden.
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Alle sechs wurden zur Rattanathibet Polizeistation gebracht; Ermittler koordinieren sich mit Opfern und örtlichen Dienststellen, sodass weitere Anklagen in Romance‑Scam‑Fällen möglich sind.



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