BANGKOK – Die Demokratische Partei fordert von der thailändischen Regierung strengere Kontrollen ausländischer Kapitalgeber und ausländischer Arbeitskräfte. Nach Darstellung der stellvertretenden Parteisprecherin Veer Sriwarathanabul soll geprüft werden, ob ausländische Investoren thailändische Strohmänner einsetzen, während Unternehmen durch den Einsatz von Arbeitskräften mit geringer Verhandlungsmacht Kosten drücken. Betroffen seien unter anderem Restaurants und Hotels, in denen Mitarbeiter und Führungskräfte teils nicht auf Thai kommunizieren könnten.
Partei verlangt Prüfung ausländischer Geldquellen
Veer forderte die zuständigen Behörden am 16. August 2569 auf, die Herkunft ausländischer Gelder streng zu prüfen. Das Kapital müsse sauber sein und dürfe nicht aus illegalen Quellen stammen.
Kontrolliert werden müsse auch, ob Thailänder lediglich als Strohmänner eingesetzt werden, um ausländische Investoren zu verdecken.
Streit um Jobs und gedrückte Löhne
In Teilen des Dienstleistungs- und Tourismussektors arbeiten laut Veer ausländische Beschäftigte und Manager. In einigen Gegenden könnten Mitarbeiter und Führungskräfte in Restaurants und Hotels nicht auf Thai kommunizieren. Daraus ergebe sich die Frage, ob Ausländer Thailändern Arbeitsplätze wegnähmen.
Veer wies zugleich die Behauptung zurück, Thailänder würden bestimmte Tätigkeiten meiden, weil sie sich zu schade für Arbeit mit niedrigen Löhnen seien. Wer ein ausreichendes Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen verlange, mache nichts falsch, sagte sie sinngemäß.
Arbeitsbedingungen als Kern des Problems
Nach Einschätzung der Parteisprecherin liegen die Ursachen oft bei Löhnen, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten, die nicht genug Anreize böten. Einige thailändische und ausländische Arbeitgeber setzten auf Arbeitskräfte mit geringer Verhandlungsmacht, um ihre Kosten zu senken.
Dieses Vorgehen bezeichnete Veer als rechts- und sittenwidrig. Besonders schwer wiege es, wenn ausländische Investoren so handelten, weil Thailand und die thailändische Bevölkerung dann keinen Nutzen aus diesen Investitionen zögen.
Schutz für lokale Betriebe und Kultur
Der Staat müsse kleinen Unternehmen und Menschen vor Ort helfen, mit großen Kapitalgebern zu konkurrieren. Von Kapital, Technologie und ausländischen Touristen sollten lokale Betriebe stärker profitieren, statt dass große Unternehmen Geschäfte übernehmen und den Markt beherrschen.
Auch die kulturelle Identität müsse geschützt werden. Staat und lokale Verwaltungen sollen nach den Vorstellungen der Demokratischen Partei ein Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum, Tourismus und dem Wohlergehen der Bevölkerung vor Ort sichern.
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Anutin: „Ausländisches Kapital ist willkommen“. Veer: „Strengere Kontrollen ausländischen Kapitals“. Immigration und Polizei sinngemäß: „Wir jagen alle Ausländer, die in Thailand Kapital in Immobilien haben oder irgendwelche Geschäfte betreiben“. Ich bin ratlos wie ich das alles noch verstehen soll.
Leg die Rosabrille Weg und schau der Realität ins Auge TH enteignet Ausländer, jeder ist selber schuld wo jetzt noch in TH Investiert.
Das ist richtig. Wer in Thailand investiert, der ist am Schluß offenbar immer der Dumme. Das hätte ich mir nie träumen lassen, daß es solche Gesetzesauslegungen gibt. Und wie dann damit verfahren wird. Aber den Begriff „Investitionen“ müssen wir wohl präzisieren. Wer in Thailand ein Haus kauft oder baut – natürlich auf gepachtetem Grundstück – und darin wohnt – was wohl für die Mehrheit der Häuslebauer zutrifft – der investiert nicht. Er konsumiert. Denn das eingebrachte Kapital bringt keinen Ertrag und ist Verbrauchsgut, so wie bei Miete auch. Daher werden z.B. bei Geminis World Wealth Reports, Boston Consulting Group und anderen Reporterstellern, selbst genutzte Immobilien nicht dem persönlichen Vermögen zugerechnet, sondern als Konsumgut verbucht, wie Kleidung, Essen usw. Auf dieser Basis gibt es in Thailand ca. 100.000 USD-Millionäre. Wer dagegen Immobilien erwirbt oder baut, um mit diesen Gewinne zu erzielen, bei dem wird dieses Kapital als Investition angesehen.
Vermutlich zu spät! Die Patrioten in diesem Land haben die Glaubwürdigkeit dieses Landes schon tief genug untergraben, damit kein halbwegs bei Sinnen weilender Ausländer seine Kohle hierzulande verschwinden sehen will.
Zu viel Patriotismus tut der Wirtschaft nicht gut. Ihn mit Füßen treten ist aber noch schlimmer und die Pleite kommt noch früher.