Tabakverband fordert Reform der Tabaksteuer

Das zweistufige Steuersystem schadet Kiosken und fördert den Schwarzmarkt. Jetzt drängt die Branche auf eine Reform.

Tabakverband fordert Reform der Tabaksteuer
Nation

BANGKOK – Die thailändische Tabakbranche macht Druck auf die Regierung und fordert ein Ende des zweistufigen Steuersystems für Zigaretten. Die Thai Tobacco Trade Association (TTTA) warnt vor massiven Wettbewerbsverzerrungen, die vor allem kleinen Händlern schaden und den illegalen Verkauf erst richtig befeuern.

Einheitliche Abgabe statt Preis-Wirrwarr

Statt des bisherigen Modells soll ein pauschaler Einheitssteuersatz her. Thanyasarun Saengthong, Exekutivdirektorin der TTTA, machte in einem Bericht von Krungthep Turakij deutlich, dass das seit September 2017 geltende System die gesamte Lieferkette in Mitleidenschaft zieht.

„Die zweistufige Steuerstruktur hat zu erheblichen Reibungen geführt, von den Landwirten bis zu den kleinen Läden“, sagte Thanyasarun. Ein fairer Einheitssatz auf angemessenem Niveau bringe dagegen den maximalen Nutzen für alle Beteiligten.

Behörde prüft bereits eine Reform

Der Appell kommt nicht ins Leere. Das Excise Department hat bestätigt, die Struktur des Steuersystems derzeit im Rahmen wissenschaftlicher Beratungen auf den Prüfstand zu stellen. Damit könnte das mehrstufige Ad-valorem-Modell, das weltweit nur noch sieben Länder nutzen, bald Geschichte sein.

Thanyasarun wertet die Richtung der Steuerbehörde als positives Signal. Ein Problem, das die Branche seit Jahren belastet, werde nun endlich angegangen.

Kleine Läden unter Druck

Die TTTA argumentiert, dass das heutige System den Handel mit legalen Zigaretten unnötig verkompliziert. Die Folgen der Preisverzerrungen sind für sie klar: kleine Eckläden verlieren an Boden, während der Schwarzmarkt profitiert.

Ein Wechsel zur Einheitssteuer soll diese Risiken eindämmen und zugleich die staatlichen Einnahmen aus dem Tabakgeschäft sichern.

Vorgeschichte: Ein umstrittenes Modell

Das aktuelle zweistufige Steuersystem war im September 2017 eingeführt worden. Seitdem ist es ein Dauerbrenner in der Kritik der Industrie. Die genaue Höhe eines möglichen neuen Einheitssteuersatzes bleibt bislang offen. Die endgültige Entscheidung über die Reform liegt nach der Prüfphase bei der Regierung.

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Quelle: Nation (Business) Thailand

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