BANGKOK – Eine Mutter aus der Provinz Phetchabun hat ihre eigene Tochter in Tokio zur Prostitution gezwungen. Das Strafgericht verurteilte die 30-jährige Lucksana am Montag zu einer langen Haftstrafe. Weil sie geständig war, halbierte sich das Strafmaß auf sieben Jahre und sechs Monate.
Zwölfjährige in Tokio zurückgelassen
Zwischen Juni und September des vergangenen Jahres ließ die Frau ihre Tochter bei der Besitzerin eines Massagesalons in Tokio zurück. Das Mädchen wurde dort zur Erbringung sexueller Dienstleistungen gezwungen.
Mitte September suchte das Kind Hilfe beim Tokyo Regional Immigration Services Bureau. Die Beamten brachten die Zwölfjährige in Sicherheit, inzwischen kümmert sich die Pavena Hongsakun Foundation um das Mädchen.
Flucht über Taiwan endet mit Festnahme
Lucksana hatte Japan im September verlassen und war nach Taiwan weitergereist. Im November wurde sie in New Taipei City gefasst – die Behörden nahmen sie wegen Überschreitung ihrer Aufenthaltsdauer fest.
Im Dezember lieferte Taiwan die mutmaßliche Täterin nach Thailand aus. Seitdem saß sie in Untersuchungshaft, ehe nun das Urteil fiel.
Gericht reduziert Strafe drastisch
Das Gericht verurteilte die 30-Jährige zunächst zu 15 Jahren Haft. Die Anklagepunkte umfassten die Nötigung eines Kindes zur Prostitution sowie Menschenhandel.
Weil Lucksana im Verfahren ein Geständnis ablegte, wurde das Strafmaß halbiert. Sie muss nun sieben Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.
Vor dem Verbrechen nicht straffällig
Das Gericht stellte fest, dass die Frau vor ihrer Verhaftung in Thailand keine Straftaten begangen hatte. Reiseunterlagen belegen, dass sie zuvor im Ausland als Masseurin tätig war.
Die Tochter bleibt vorerst in der Obhut der Pavena Hongsakun Foundation. Über ihre weitere Zukunft wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.



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