BANGKOK, THAILAND – Thailands Ölversorgung steht für mindestens 108 Tage auf stabilen Beinen. Das Energieministerium meldet Reserven und Lieferungen von über 13 Milliarden Litern. Gleichzeitig drückt eine Preismaßnahme den Raffineriepreis für Diesel vorübergehend um 2,40 Baht pro Liter.
108 Tage Vorrat – Reserven und Lieferungen gesichert
Die verfügbaren Bestände und geplanten Lieferungen decken Rohöl und raffinierte Produkte ab. Kommerzielle Reserven beliefen sich zum 23. Juli auf 2,353 Milliarden Liter, die gesetzlichen Reserven auf 3,385 Milliarden Liter.
Weitere 4,299 Milliarden Liter Rohöl befanden sich auf dem Transportweg und 3,280 Milliarden Liter als bestätigte Lieferungen warteten auf den Versand. Zusammen mit einem täglichen Dieselverbrauch von 57,26 Millionen Litern und 30,36 Millionen Litern Benzin reicht das für 108 Tage. Behörden sind angewiesen, die Vorräte sorgfältig zu managen, damit Haushalte und Unternehmen keine Engpässe spüren.
Dieselpreis sinkt ab sofort und für drei Wochen
Das Energy Policy Committee senkte auf seiner achten Sitzung 2026 den Raffineriepreis für Hochgeschwindigkeitsdiesel um 2,40 Baht pro Liter. Die Maßnahme trat am 24. Juli in Kraft und gilt vorerst bis zum 15. August.
Das Ministerium will den Oil Fuel Fund weiter nutzen, um Inlandspreise abzufedern und Verbraucher vor Schwankungen der globalen Energiemärkte zu schützen. Ob die Senkung an den Zapfsäulen ankommt, steht jedoch nicht fest – die Entscheidung betrifft nur den Raffineriepreis.
63,9 Milliarden Baht Minus – Fonds bleibt handlungsfähig
Der Oil Fuel Fund wies zum 23. Juli ein Defizit von 63,921 Milliarden Baht auf. Trotzdem verfügt der Fonds laut Ministerium über ausreichend Liquidität und Spielraum, um die Preise im Rahmen der staatlichen Haushaltsdisziplin zu steuern.
Veerapat Kiatfuengfoo, Sprecher des Energieministeriums, erklärte, dass globale Ölpreise wegen wirtschaftlicher und geopolitischer Faktoren weiter steigen. Thailand habe darauf reagiert und beziehe mehr Rohöl aus den USA und Argentinien, um Risiken aus dem Nahen Osten abzufedern.
Volatile Preise an der Zapfsäule möglich
Diesel ist für den Straßengüterverkehr, Busse und andere Transportdienste unverzichtbar. Die genehmigte Preissenkung gilt nur auf Raffinerieebene – eine bestimmte Reduktion an Tankstellen ist damit nicht garantiert. Änderungen auf den Weltmärkten können die Kosten weiter beeinflussen.
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