BANGKOK, THAILAND – Der Leichnam des achten Opfers des Zug‑Bus‑Unfalls an der Kreuzung Asok‑Din Daeng wurde am 26. Mai 2026 im Institut für Forensische Medizin des Polizeikrankenhauses identifiziert und Angehörigen übergeben. Die Bangkok Mass Transit Authority (BMTA) und die State Railway of Thailand (SRT) kündigten an, Bestattungskosten und Entschädigungen zu übernehmen; die Familie fordert kein Geld, sie will nur eine religiöse Abschiedszeremonie.
Letzter Körper der Tragödie übergeben
Angehörige trafen am Institut für Forensische Medizin ein, um den Leichnam von Sermlap Pinthong, genannt „Ae“, 44, in Empfang zu nehmen. Die Stimmung war bedrückt; Angehörige erklärten, sie wollten den Verstorbenen nur für die religiösen Riten zurückholen.
Bei dem Unfall an der Kreuzung Asok‑Din Daeng handelt es sich um das achte bestätigte Todesopfer, zuvor waren bereits sieben Leichname identifiziert worden. Der Leichnam des 44‑Jährigen war zuvor unidentifiziert geblieben, bis die Polizei die Spur aufnahm.
Polizei nutzte Instagram‑Hinweis zur Identifikation
Die Ermittler werteten eine Instagram‑Story der bereits verstorbenen Wipharak Phaopuri (genannt „Nong Rose“) aus, die Hinweise auf die Opferlage lieferte. Informationen von Freunden des Verstorbenen führten die Polizei weiter und lieferten Anhaltspunkte zur Identität.
Daraufhin wurde Pairat, ein Cousin väterlicherseits, kontaktiert und ein DNA‑Abgleich veranlasst; das Ergebnis bestätigte die Identität von Sermlap Pinthong. Die Familie hatte zuvor keinen Kontakt zu dem Vermissten gemeldet, was die Suche erschwerte.
Verwandte erinnern an ein einsames Leben
Nanthawan, genannt „Nan“, 60, eine Verwandte mütterlicherseits, sagte, sie habe den Verstorbenen in der Kindheit mitaufgezogen und ihn seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gesehen. Sie reiste aus der Provinz Nonthaburi an, nachdem Freunde und die Firma des Mannes Kontakt aufgenommen hatten.
Sie beschrieb sein Leben als einsam und fügte hinzu: „Wir hoffen nicht auf Geld. Selbst wenn wir keinen einzigen Baht bekämen, wäre das in Ordnung. Wir möchten uns nur kümmern und den Jüngeren ein letztes Mal bestmöglich verabschieden.“
Arbeit, Familie, Wohnsituation
Sermlap arbeitete im Versicherungsbereich, lebte allein und hatte keine unmittelbaren Angehörigen mehr; Vater, Mutter und eine jüngere Schwester seien bereits verstorben. Die Familie berichtete, er habe oft spät gearbeitet und sei zu Fuß zur Arbeit gegangen.
Zur Wohnung des Verstorbenen teilten die Angehörigen mit, dass noch keine Entscheidung getroffen sei und sie sich derzeit beraten würden. Die Priorität liege auf der religiösen Zeremonie und der Übergabe des Leichnams.
Cousin lieferte DNA‑Probe trotz fehlender Nähe
Pairat, der Cousin, wurde von der Polizei zur Abgabe einer DNA‑Probe gebeten, obwohl sich die beiden offenbar zuvor nicht gekannt hatten. Der Abgleich machte die Identifizierung möglich und beendete die lange Phase der Unklarheit über die Identität des Opfers.
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Die schwierige Identifikation spiegelte wider, dass der Verstorbene wenige soziale Kontakte hatte und nicht als Vermisster gemeldet war, bis Freunde sein Ausbleiben bemerkten. Ohne den Instagram‑Hinweis wären die Ermittlungen deutlich komplizierter gewesen.
Beerdigung in Nonthaburi – BMTA und SRT übernehmen Kosten
Die Angehörigen bringen den Leichnam für die religiösen Riten in den Wat Chomphu Wek im Bezirk Mueang Nonthaburi, wo bereits die Asche der Eltern und der Schwester aufbewahrt wird. Die Familie will dort Abschied nehmen.
Thanakorn Sangkaew, Direktor des Personalentwicklungsbüros der BMTA, sagte, die BMTA übernehme die Organisation der Bestattung und Entschädigungen nach den geltenden Regeln; auch die SRT bot ihre Unterstützung an. BMTA‑Beamte hätten bereits die Familien der sieben zuvor Verstorbenen begleitet und Hilfe bei den Beerdigungen geleistet.



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