Franzose nach Vorfall auf Koh Phangan gegen Kaution frei

Die 62-Jährige liegt nach zwei Operationen weiter auf Koh Samui im Krankenhaus und warnt Israelis und Juden in Thailand vor dem Mann. Ihre Tochter ist nach zwei Eingriffen entlassen worden.

Franzose nach Vorfall auf Koh Phangan gegen Kaution frei
Bangkok Post

KOH PHANGAN, THAILAND – Ein Franzose soll nach dem Vorfall mit einer israelischen Mutter und ihrer Tochter gegen 100.000 Baht Kaution freigekommen sein. Die Mutter liegt nach zwei Operationen weiter im Krankenhaus und warnt Israelis und Juden in Thailand vor dem Mann, der nach ihren Angaben frei unterwegs ist.

Verdächtiger nach Vorfall gegen Kaution frei

Bei dem Beschuldigten handelt es sich laut dem israelischen Nachrichtenportal Ynet um Paul Gaubert. Die beiden Frauen erfuhren am Freitag von seiner Freilassung; die Mutter bestätigte die Nachricht später bei der Polizei.Die Mutter wollte nicht namentlich genannt werden.Die Tochter hatte zuvor einen Anruf von dem Hotel erhalten, in dem sie auf Koh Phangan gewohnt hatten.

Der Franzose soll zuvor nach einer Auseinandersetzung mit Polizisten wegen eines anderen Vorfalls festgenommen worden sein. Wer die Kaution bezahlt hat, war der Mutter nach eigenen Angaben nicht bekannt.

Gespräch über Israel vor dem Zwischenfall

Die 62-Jährige war mit ihrer 23-jährigen Tochter für einen zweiwöchigen Urlaub nach Thailand gereist; ihre Tochter war länger im Land unterwegs. Auf Koh Phangan fuhren beide mit einem Motorrad zu einem Wasserfall und wurden dort von einem Mann nach ihrer Herkunft gefragt.

Nachdem die Tochter Israel genannt hatte, soll der Mann gesagt haben, er möge nicht, was Israel dort [im Gazastreifen] tue. Die Mutter erklärte, sie habe das Gespräch beenden wollen; kurz darauf sei die Situation eskaliert.

Mutter weiter im Krankenhaus auf Koh Samui

Die Tochter rief laut der Schilderung der Mutter zwei französische Frauen in der Nähe zu Hilfe. Der Mann soll anschließend mit seinem Motorrad geflohen sein, während Menschen vor Ort die beiden Frauen versorgten und ins Krankenhaus brachten. Mutter und Tochter wurden dabei verletzt.

Später wurden beide Frauen nach Koh Samui verlegt. Die Mutter musste sich zwei Operationen unterziehen und befindet sich weiter in Behandlung, ihre Tochter wurde nach ebenfalls zwei Eingriffen aus dem Krankenhaus entlassen.

Vorfall in Tierpark sorgt für weitere Spannungen

Einen Tag nach dem Vorfall auf Koh Phangan soll ein Tierpark auf Koh Samui einer israelischen Familie den Zutritt verweigert haben, nachdem die Betreiber von ihrer Nationalität erfahren hatten. Lokale Medien berichteten über den Vorfall im Samui Exotic Park.

Ein Video soll zeigen, wie ein Mitarbeiter vor den Töchtern körperlich auf den Vater losgeht. Der Besitzer veröffentlichte später neben einer Zielscheibe eine israelische Flagge mit dem Hinweis „Kein Zutritt“.

Israelische Botschafterin spricht mit Provinzgouverneur

Der Park hatte zuvor erklärt, von einem israelischen Touristen Drohnachrichten erhalten zu haben. Demnach folgte eine Welle von Ein-Stern-Bewertungen im Internet, nachdem der Park ein Schild mit dem Schriftzug „Freies Palästina“ gezeigt hatte.

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Die israelische Botschafterin in Thailand, Alona Fisher-Kamm, besuchte am Donnerstag Surat Thani und sprach dort mit dem Gouverneur über Tourismus, Geschäfte und Fragen der öffentlichen Sicherheit im Zusammenhang mit der wachsenden israelischen Gemeinschaft in der südlichen Provinz.

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Quelle: Bangkok Post
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