BANGKOK, Thailand – Die thailändischen Behörden haben von Januar bis Juli 2569 insgesamt 1.471 Online-Angebote wegen möglicher Verletzungen geistiger Eigentumsrechte sperren lassen. Die Regierung will gegen gefälschte Waren und rechtswidrige Livestreams künftig mit vier Maßnahmen vorgehen, darunter schnellere Datenprüfungen und die Verfolgung von Geldströmen.Die Angaben teilte am 6. September 2569 die stellvertretende Sprecherin des Premierministeramts, ลลิดา เพริศวิวัฒนา, mit. Das Handelsministerium handelt dabei unter der Aufsicht der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Handelsministerin Suphajee Suthamphan.
140 Fälle und mehr als 322.000 beschlagnahmte Waren
In den ersten sieben Monaten des Jahres stellten die Behörden 140 Fälle von Verletzungen geistiger Eigentumsrechte im Internet fest. Die Behörden stellten 322.077 Gegenstände sicher. Der ermittelte Schadenswert liegt bei 105 Millionen Baht.
Die Maßnahmen sollen nicht mehr nur einzelne Angebote aus Online-Marktplätzen entfernen. Die Behörden wollen den Handel mit gefälschten Waren bereits an der Quelle unterbrechen und auch die dahinterstehenden Netzwerke erreichen.
Webseiten und Livestreams sollen schneller verschwinden
Als erste Maßnahme ist die Sperrung von Webseiten und Livestreams mit rechtswidrigen Inhalten vorgesehen. Das Amt für geistiges Eigentum will dafür mit dem Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft sowie weiteren Stellen zusammenarbeiten.
Betroffen sein können unter anderem unerlaubt verbreitete Filme, Musik und andere urheberrechtlich geschützte Werke. Inhalte, die als rechtswidrig eingestuft werden, sollen gesperrt oder gelöscht werden.
Plattformen sollen Daten in Echtzeit prüfen können
Die zweite Maßnahme sieht eine Verbindung der Daten des Amts für geistiges Eigentum mit den Online-Plattformen über eine Echtzeit-Schnittstelle vor. Plattformen sollen damit Angaben wie Antragsnummer, Rechteinhaber, Status eines Antrags und betroffene Waren schneller prüfen können.
Das System befindet sich noch in der Entwicklung. Die beteiligten Stellen müssen die technischen Einzelheiten und die gemeinsamen Verfahren noch festlegen.
Geplantes Zeichen für geprüfte Händler
Für Händler mit ordnungsgemäßer Nutzung von Rechten ist ein Prüfzeichen mit der Bezeichnung „IP Verified“ geplant. Es soll Verbrauchern zusätzliche Informationen geben und Händler unterstützen, die Rechte rechtmäßig nutzen.
Die Regeln für dieses Zeichen werden noch ausgearbeitet. Es ist noch nicht auf allen Plattformen verfügbar. Ein Händler ohne „IP Verified“-Zeichen gilt deshalb nicht automatisch als illegal.
Ermittler wollen den Geldweg verfolgen
Die vierte Maßnahme setzt bei den Netzwerken hinter dem Verkauf an. Die Behörden wollen gemeinsam mit Strafverfolgern und Stellen zur Bekämpfung der Geldwäsche die Geldströme prüfen und Verbindungen zu Lieferanten, Importeuren, Nutznießern und weiteren Beteiligten herstellen.
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Derzeit arbeitet das Amt für geistiges Eigentum mit Online-Plattformen auf Grundlage von Vereinbarungen zusammen. Über das Verfahren „Notice and Takedown“ werden Hinweise entgegengenommen, geprüft und betroffene Angebote aus den Systemen entfernt. Hinweise können beim Amt unter 0 2547 4702, über die Hotline 1368, auf der Webseite des Amts sowie über die Meldekanäle von Shopee, Lazada, TikTok Shop, LINE und Nex Gen Commerce eingereicht werden.
Vor einem Online-Kauf sollten Verbraucher den Namen des Händlers, Warenbeschreibung, Preis, Bewertungen und Rückgabebedingungen prüfen. Auch Kaufbelege und andere Nachweise sollten aufbewahrt werden.
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Gut so.Also wird jetzt Lazada und Shopee gesperrt und 50% ihrer Angebote entfernt???
Tomtai der Hellseher würde wieder sagen: Das funktioniert niemals.