BANGKOK, Thailand – Ein 58-jähriger Kanadier ist am 10. September festgenommen worden. Ihm werden sexuelle Übergriffe auf Verkäuferinnen in mehreren Einkaufszentren Bangkoks vorgeworfen. Er soll die ihm vorgeworfenen Taten gestanden haben.
Vorwurf nach angeblicher Anprobe
Ende August soll der Mann in einem Einkaufszentrum im Gebiet Lat Phrao eine Verkäuferin eines Bekleidungsgeschäfts sexuell angegriffen haben. Er gab vor, eine Hose an ihrem Körper messen zu wollen, und nutzte die Situation für den Übergriff.
Die Frau beschrieb den Verdächtigen als Ausländer, konnte seine Nationalität aber nicht feststellen. Die Ermittler identifizierten ihn später als 58-jährigen kanadischen Staatsbürger. Sein Name wurde nicht veröffentlicht.
Weitere Fälle in Bangkok geprüft
Nach den Ermittlungen soll der Kanadier an mehreren Orten in Bangkok ähnliche Übergriffe auf weibliche Verkaufsmitarbeiterinnen verübt haben.
In einem weiteren Fall soll er dabei beobachtet worden sein, wie er eine Mitarbeiterin in einem Einkaufszentrum im Gebiet Chatuchak angriff.
Festnahme in einer Wohnanlage
Ermittler der Einwanderungsbehörde, Abteilung 3, verfolgten die Spur des Mannes bis zu einer Wohnanlage an der Rama-IX-Straße. Dort nahmen sie ihn am 10. September fest.
Anschließend übergaben die Beamten den Verdächtigen den Ermittlern der Polizeiwache Phahon Yothin. Der kanadische Mann gestand die ihm vorgeworfenen Taten.
Bis zu zehn Jahre Haft möglich
Ihm wird eine unsittliche Handlung an einer Person über 15 Jahren vor. Nach Paragraf 278 des thailändischen Strafgesetzes drohen dafür bis zu zehn Jahre Haft, eine Geldstrafe von bis zu 200.000 Baht oder beides.
Nach Abschluss des Verfahrens soll seine Aufenthaltserlaubnis in Thailand widerrufen werden. Danach ist seine Abschiebung vorgesehen, außerdem soll er auf eine Beobachtungsliste gesetzt werden.
Einwanderungsbehörde bittet um Hinweise
Songprod Sirisukha von der Einwanderungsbehörde erklärte, Thailand heiße Ausländer willkommen, die in guter Absicht ins Land kämen. Das Land werde aber kein Zufluchtsort für Menschen sein, die Ärger verursachten oder die öffentliche Sicherheit gefährdeten.
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Wer Hinweise auf einen Ausländer mit unangemessenem Verhalten hat, soll sich an die rund um die Uhr besetzte Hotline der Einwanderungsbehörde unter 1178 wenden.

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