PATHUM THANI, Thailand – Die Polizei hat einen 54-jährigen Mann festgenommen, der eine Bank in Khlong Luang mit einer Waffe überfallen und 1,5 Millionen Baht erbeutet haben soll. Beim Versuch, das Fluchtauto in Brand zu setzen und Spuren zu beseitigen, zog sich der Verdächtige Verbrennungen zu.
Verdächtiger verbrennt sich beim Anzünden des Fluchtautos
Saifa wurde am Freitag gegen 19 Uhr zur Polizeiwache in Khlong Luang gebracht. Bei seiner Ankunft waren seine Verletzungen deutlich sichtbar.
Nach Angaben des Verdächtigen wurde er verletzt, als er Benzin über den weißen Toyota Yaris Ativ goss und das Fahrzeug anzündete. Das Auto wurde ebenfalls zur forensischen Untersuchung auf die Wache gebracht.
Bankfiliale um 1,5 Millionen Baht erleichtert
Der Überfall ereignete sich am Donnerstag gegen 16 Uhr in der Filiale der TMBThanachart Bank im Bezirk Khlong Nueng. Der Täter soll die Bank mit einer Waffe bedroht und anschließend 1,5 Millionen Baht mitgenommen haben.
Die Polizei wirft Saifa vor, den Wagen für den Überfall und die anschließende Flucht genutzt zu haben. Zunächst wurde er wegen bewaffneten Raubes sowie wegen der Nutzung eines Fahrzeugs zur Unterstützung der Tat und der Flucht beschuldigt.
Festnahme in einem Resort in Bangkok
Polizeibeamte nahmen Saifa am Freitag in einem Resort im Bangkoker Gebiet Ram Inthra fest. Das teilte Polizeioffizier Witsanurak Prommet mit, der stellvertretender Leiter der Provinzpolizei von Pathum Thani und kommissarischer Leiter der Polizeiwache Khlong Luang ist.
Die Ermittler stellten den Mietwagen sicher, den der Verdächtige benutzt haben soll. Auch die Kleidung, die er beim Überfall getragen haben soll, wurde beschlagnahmt.
Flucht mit einem zweiten weißen Auto
Nach dem Anzünden des Fluchtwagens soll Saifa in ein anderes weißes Auto gestiegen sein, das er zuvor in der Nähe abgestellt hatte. Nach Angaben der Ermittler hatte er die Umgebung vorher ausgekundschaftet und den Überfall geplant.
Das angezündete Fahrzeug soll der Verdächtige über eine Seite in sozialen Medien für 30.000 Baht gekauft haben. Die Polizei ließ den Wagen forensisch untersuchen.
Polizei prüft frühere Fälle und die angebliche Waffe
Witsanurak sagte, Saifa sei bereits in einen Geldtransport-Überfall im Zuständigkeitsbereich der Polizeiwache Phra In Racha in Ayutthaya sowie in einen Diebstahlsfall in Khlong Luang verwickelt gewesen.
Der Verdächtige behauptete, die bei der Tat verwendete Schusswaffe sei eine Attrappe gewesen. Er soll sie während der Flucht weggeworfen haben. Die Polizei will anhand von GPS-Daten prüfen, wo die Waffe zurückgelassen wurde.
Schulden als mögliches Motiv
Erste Ermittlungen ergaben, dass Saifa Schulden hatte. Dazu gehörten Darlehen bei informellen Geldverleihern sowie Geld, das er sich von seiner Tochter geliehen hatte.
Die Polizei geht davon aus, dass er allein gehandelt hat. Saifa erklärte, er habe die gesamte Beute zur Rückzahlung seiner Schulden verwendet. Ein Teil sei an seine Tochter gegangen, ein anderer Teil an informelle Geldverleiher. Die Ermittler zweifeln an dieser Darstellung und wollen den Fall weiter prüfen.
Behandlung im Krankenhaus geplant
Nach der Registrierung auf der Polizeiwache sollte Saifa wegen seiner Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Beamten erklärten, sie verfügten über ausreichende Beweise.
Eine Rekonstruktion des Tatablaufs könnte deshalb entfallen.
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