PATTAYA, THAILAND – Die thailändische Polizei hat in Nong Prue bei Pattaya einen seit mehr als drei Jahrzehnten gesuchten Chinesen festgenommen. Zhu, auch „Suchart“ genannt, soll sich vor Jahrzehnten gegen Geld eine thailändische Identität beschafft haben und wird wegen eines Mordvorwurfs in China gesucht.
50.000 Baht für einen thailändischen Ausweis
Zhu räumte bei der Befragung ein, in der Provinz Tak etwa 50.000 Baht für einen thailändischen Personalausweis gezahlt zu haben. Der Vorgang soll sich vor Jahrzehnten ereignet haben.
Die Behörden prüfen nun, ob Beamte oder Vermittler an dem illegalen Verfahren beteiligt waren. Sie untersuchen auch, ob weitere Ausländer auf ähnliche Weise thailändische Dokumente erhalten haben.
Gesucht wegen eines Falls aus dem Jahr 1990
Nach Angaben der Ermittler steht Zhu auf einer Fahndungsliste von Interpol. Außerdem lag ein Haftbefehl des Provinzgerichts Pattaya mit der Nummer 509/2569 vor.
China wirft ihm einen vorsätzlichen Angriff in Taizhou in der Provinz Zhejiang vor. Der Fall soll auf den 19. Januar 1990 zurückgehen.
Festnahme in Nong Prue
Die Einsatzkräfte nahmen Zhu an seinem Wohnsitz in Nong Prue im Bezirk Banglamung fest. Die Operation wurde von General Samran Nualma, dem stellvertretenden Chef der nationalen Polizei, angeordnet.
Generalleutnant Noppasin Poolsawasdi war an dem Zugriff mit einer gemeinsamen Einsatztruppe beteiligt. Zhu wurde anschließend zur Polizeistation Banglamung gebracht.
Vom Reiseleiter zum Geschäftsmann
Nach dem Erwerb seiner thailändischen Identität lebte Zhu offen im Land. Er arbeitete zunächst als Reiseleiter und weitete später seine Geschäfte im Tourismusbereich aus.
Schließlich ließ er sich in Pattaya nieder, heiratete eine Chinesin und zog Zwillinge groß. Nach Angaben der Ermittler kontrollierte er mehrere Firmen.
Landbesitz im Wert von mehr als 100 Millionen Baht
Die Polizei stieß auf 17 Grundstücke im Bezirk Banglamung. Ihr Wert wird mit mehr als 100 Millionen Baht angegeben. Außerdem besaß Zhu mehrere Fahrzeuge.
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Die Ermittler verfolgen nun die Herkunft dieser Vermögenswerte. Sie wollen klären, ob der Grundbesitz und die übrigen Besitztümer rechtmäßig erworben wurden.
Auslieferung nach China erwartet
Die Festnahme wurde mit dem thailändischen Außenministerium und chinesischen Behörden abgestimmt. China hatte unter Berufung auf die Interpol-Fahndung die Auslieferung beantragt.
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Nach den weiteren rechtlichen Schritten in Thailand soll Zhu nach China ausgeliefert werden.

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