UDON THANI, Thailand – Eine 41-jährige Frau soll auf dem Weg zur Arbeit von einem Motorradfahrer angefahren, in ein Waldstück gezerrt und gefesselt worden sein. Der Mann soll Geld gefordert und versucht haben, die Frau zu vergewaltigen, bevor die Frau sich befreien konnte. Die Polizei prüft nun Spuren, Zeugenaussagen und weitere Überwachungsbilder. Der Verdächtige war vor dem Eintreffen der Beamten geflohen. Gegen 7.30 Uhr ging die Meldung bei der Polizei ein.
Motorradfahrer gab sich zunächst als Helfer aus
Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Frau gegen 5.30 Uhr auf der Straße zwischen Ban Chan und Ban Tat im Bezirk Mueang Udon Thani. Sie war mit einem weiß-blauen Honda Scoopy auf dem Weg zu einem Hotel, als ein Mann auf einer Honda Wave dicht hinter ihr fuhr und ihr Motorrad zu Fall brachte.
Anschließend soll der Mann zunächst gefragt haben, ob sie verletzt sei. Kurz darauf habe er sie attackiert, in ein Waldstück neben der Straße gezerrt und Geld verlangt. Die Frau wurde dabei verletzt.
Frau konnte sich aus der Fesselung befreien
Nach ihrer Darstellung brachte der Mann sie weniger als 50 Meter von der Straße entfernt in den Wald. Dort soll er ihre Hände und Füße mit einem Gürtel und einem Seil gefesselt haben.
Bevor es zu einem sexuellen Übergriff oder zur Suche nach Geld in ihrer Tasche kam, ging der Verdächtige laut Aussage zurück zur Straße. Als er ihr umgestürztes Motorrad in den Wald holen wollte, konnte sich die Frau befreien und fliehen.
Ehemann und Autofahrer halfen der Frau
Während sie sich im Wald versteckte, rief die Frau ihren Ehemann an. Er nahm das Gespräch auf. Auf seine Frage, wo sie sei, habe sie einen Ort genannt, der als Bereich „bei der Kokosnussverkaufsstelle“ verstanden wurde.
Der Ehemann machte sich daraufhin auf die Suche. Kurz danach kam ein Autofahrer vorbei, nahm die Frau zu dem Hotel mit und verständigte die Polizei.
Polizei sammelt Seil und Gürtel als Spuren
Die Frau gab den Ermittlern des Polizeireviers Mueang Udon Thani weitere Informationen. Anschließend führten die Beamten sie erneut zum Tatort, um den Ablauf vom Auftauchen des verdächtigen Motorrads bis zu ihrer Flucht nachzustellen.
Die Ermittler stellten den Gürtel und das Seil sicher, mit denen die Frau nach ihrer Aussage gefesselt worden war. Beide Gegenstände sollen kriminaltechnisch untersucht werden. Außerdem prüft die Polizei Überwachungskameras entlang der möglichen Fluchtroute.
Aufnahmen zeigen bisher nur die Geschädigte
Auf den ersten überprüften Bildern ist die Frau vor dem Vorfall auf ihrem Motorrad zu sehen. Ein Motorrad, das ihr wie von ihr beschrieben gefolgt sein soll, wurde auf diesen Aufnahmen bislang nicht entdeckt.
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Die Polizei will deshalb weitere Kameras auswerten und den Ablauf genauer prüfen. Nach Angaben der Ermittler bleibt zunächst offen, ob ein Raubversuch vorlag oder ob die Aussage der Frau erfunden wurde. Die Beamten wollen die Spuren und Videoaufnahmen mit ihrer Aussage abgleichen und den Verdächtigen ermitteln.

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