Polizei stürmt Luxusvilla! Dreiste Abzocker festgesetzt

15 Männer, darunter ein Thailänder, wurden festgenommen. In der Villa - 900.000 Baht Miete pro Monat - fanden Ermittler acht schallgedämmte Kabinen, Drogen und gefälschte Uniformen.

Polizei stürmt Luxusvilla! Dreiste Abzocker festgesetzt
Immigration Bureau

BANGKOK, THAILAND – Die Einwanderungspolizei hat in Bangkok 15 Männer festgenommen, die von einer Villa aus japanische Opfer mit falschen Polizeianrufen täuschen sollen. Die Betreiber mieteten das Gebäude im Bezirk Bang Bon für 900.000 Baht im Monat und richteten dort ein Callcenter mit nachgebauten japanischen Polizeiräumen ein.

15 Männer in gemieteter Villa festgenommen

Beamte durchsuchten die zweistöckige Villa an der Ekachai 112 Road im Bezirk Bang Bon nach einem Hinweis aus der Bevölkerung. Nachbarn hatten eine große Zahl ausländischer Bewohner und häufige Bewegungen an dem Haus gemeldet.

Festgenommen wurden 15 Männer, darunter Japaner, Chinesen, Taiwaner und ein Thailänder. Nach Angaben der Polizei arbeiteten sie auf operativer Ebene und führten die betrügerischen Anrufe aus.

DailyNews
Werbeanzeige

Falsche Polizeiwache im Obergeschoss

Das Obergeschoss war zu einem japanischsprachigen Callcenter umgebaut worden. Die Ermittler fanden acht schallgedämmte Kabinen, Computer, Laptops, Mobiltelefone und zahlreiche japanische Gesprächsskripte.

Außerdem stellten die Beamten gefälschte japanische Polizeiuniformen, Dienstausweise, bestickte Logos von Polizeiwachen und Funkgeräte sicher. Bei Videoanrufen traten die Verdächtigen damit als japanische Polizisten auf.

DailyNews

Opfer sollten Geld zur Prüfung überweisen

Die Anrufer meldeten sich nach Angaben der Polizei zufällig bei ihren Opfern und behaupteten, ein illegales Paket sei gefunden worden. Anschließend wurde das Gespräch an eine weitere Person weitergeleitet, die sich als Polizist ausgab.

Die falschen Beamten erklärten, verdächtige Finanztransaktionen oder andere Straftaten seien festgestellt worden. Die Betroffenen sollten Geld für eine angebliche Untersuchung überweisen.

Werbeanzeige

Karaoke, Poker und Drogen im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss fanden die Ermittler einen Karaoke-Raum, einen großen Saal und einen Pokertisch mit Spielkarten und Jetons für den Geldwechsel. Sichergestellt wurden außerdem mehr als 27 Mobiltelefone und sechs mobile WLAN-Geräte.

Die Polizei beschlagnahmte auch Ketamin, Crystal Methamphetamin, Drogenutensilien und Waagen. Die Gegenstände werden derzeit katalogisiert.

DailyNews

Chinesischer Betreiber soll in Thailand geblieben sein

Nach Angaben der Polizei kontrollierten chinesische Verdächtige das Callcenter. Ein chinesischer Betreiber soll die Villa über einen Strohmann seit mehr als einem Jahr für 900.000 Baht im Monat gemietet haben.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Die Polizei geht davon aus, dass dieser Mann weiterhin in Thailand ist. Beamte beobachten mögliche Fluchtrouten über Land.

Werbeanzeige

Ermittler bereiten Anklagen vor

Die Razzia leitete Pol Maj Gen Panthana Nuchanart, stellvertretender Leiter des Einwanderungsbüros, mit Beamten der Einwanderungsermittlungsabteilung. Grundlage war ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss.

Die Verdächtigen wurden den Einwanderungsermittlern übergeben. Ausländische Beschuldigte sollen nach Abschluss der rechtlichen Verfahren abgeschoben werden.

Lesen Sie auch: Pattayas Imagewandel: Schöne Fassade, harte Wahrheit

Lesen Sie auch: Illegale Ausweise auf Koh Samui! Beamte festgenommen

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Bangkok Post

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.