Tödlicher Sturz von Tuk-Tuk: Fahrer eines Briten gefasst und angeklagt

Britischer Boxer stürzt aus fahrendem Tuk-Tuk und stirbt. Der Fahrer floh zwei Kilometer weit, ohne den Verlust seines Fahrgastes zu bemerken. Was trieb den Mann an, warum blieb er trotz Vorwürfen stumm?

Tödlicher Sturz von Tuk-Tuk: Fahrer eines Briten gefasst und angeklagt
ThaiRath

PATONG, PHUKET – Ein britischer Tourist und Profiboxer ist nach einem Sturz aus einem Tuk-Tuk in Phuket gestorben. Die Polizei hat den Fahrer des knallbunten Gefährts jetzt ausfindig gemacht und verhört. Der 34-Jährige fuhr offenbar kilometerweit weiter, ohne zu merken, dass sein Fahrgast fehlte.

Tödlicher Sturz nach Barbesuch

Colin Cairney, 29, wollte in der Nacht auf den 14. Juni feiern. Mit einer Begleiterin stieg er im berüchtigten Nachtlebenviertel Soi Bangla in ein Tuk-Tuk.

Ziel war ein Hotel am Kalim-Strand. Dort angekommen, konnten die beiden Urlauber den Fahrpreis aber nicht zahlen – kein Bargeld in der Tasche.

Irrfahrt zu drei Geldautomaten

Der Fahrer Kijphong, 34, will daraufhin mit dem angetrunkenen Briten drei verschiedene Automaten angefahren haben. Überall das gleiche Bild: Cairney konnte kein Geld abheben.

Genervt entschied der Fahrer, die Gruppe zurück zur Soi Bangla zu kutschieren. Auf der Phra Barami Road nahm das Unglück dann seinen Lauf.

„Ich habe etwas gemerkt, bin aber weitergefahren“

Der Tuk-Tuk-Lenker spürte nach eigenen Worten eine Unregelmäßigkeit am Gefährt. Er hielt jedoch nicht an, sondern fuhr einfach weiter.

Erst zwei Kilometer später fiel ihm auf, dass der ausländische Passagier verschwunden war. Cairney war offenbar aus dem Fahrzeug gestürzt und lag schwer verletzt auf der Straße.

Kein Notruf nach dem Drama

Statt die Polizei oder einen Krankenwagen zu alarmieren, suchte Kijphong nicht die Behörden auf. Er meldete den Zwischenfall niemandem.

Am 15. Juni schnappten die Beamten der Polizeistation Patong schließlich zu. Der 34-Jährige aus der Provinz Phatthalung wurde zur Vernehmung vorgeladen.

Umfassendes Geständnis und zwei Anklagen

Bei der Polizei legte der Fahrer ein umfassendes Geständnis ab. Er gab an, das Tuk-Tuk von seinem älteren Bruder gemietet zu haben.

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ZUM ANGEBOT

Polizeimajor Surachart Thongyai ließ gleich zwei dicke Anklagepunkte aufnehmen: fahrlässige Tötung sowie unterlassene Hilfeleistung und Nichtmeldung des Unfalls.

Onkel des Opfers schaltet sich ein

Der verstorbene Brite war als Profiboxer bekannt. Ein Onkel von ihm lebt in der Provinz Phuket.

Mit ihm laufen derzeit Gespräche über Schadensersatz. Der Fahrer sitzt während der laufenden Ermittlungen in Haft.

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Quelle: Thairath

2 Kommentare zu „Tödlicher Sturz von Tuk-Tuk: Fahrer eines Briten gefasst und angeklagt

  1. Tuk Tuk Fahrer auch bei denen aufpassen, wenn sie verägert sind ist wie bei jedem Thai auch die haben sich nicht unter Kontrolle.

  2. Und warum hat seine Begleitung nicht um Hilfe gerufen? Es steht doch hier, dass es 2 Urlauber waren. Höchst seltsam, das ganze.

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