BANGKOK, Thailand – Viele beliebte thailändische Gerichte enthalten weit mehr Natrium als erwartet. Eine Schüssel Rindfleischnudeln mit dunkler Brühe kann bei vollständig getrunkener Suppe rund 4.000 bis 5.000 Milligramm Natrium liefern. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen weniger als 2.000 Milligramm pro Tag.
Rindfleischnudeln können Tageslimit deutlich überschreiten
Die Brühe ist bei Nudelsuppen eine der größten Natriumquellen. Salz, Sojasoße und weitere Würzmittel kommen oft schon beim Kochen hinzu.
Wer anschließend die gesamte Brühe trinkt und am Tisch noch Fischsoße oder Sojasoße ergänzt, erhöht die Menge weiter. Bei Rindfleischnudeln mit dunkler Brühe können so etwa 4.000 bis 5.000 Milligramm Natrium in einer Schüssel zusammenkommen.
Gegrilltes Fleisch bringt Natrium schon vor dem Servieren mit
Reis mit Schweinefleisch vom Grill, Bratente, gegrilltem Schwein oder Rind kann bereits vor dem Servieren viel Natrium enthalten. Das Fleisch wird häufig mit Salz, Sojasoße und anderen Würzmitteln mariniert.
Kommt beim Servieren noch Soße hinzu, steigt die Menge weiter. Einige Reisgerichte mit gegrilltem Fleisch enthalten laut den genannten Daten mehr als 2.500 Milligramm Natrium pro Mahlzeit. Die tatsächliche Menge hängt von Rezept, Portion und Restaurant ab.
Knödel schmecken milder, als sie sind
Knödel müssen nicht stark salzig schmecken, um viel Natrium zu enthalten. Die Fleischfüllung wird oft mit Salz, Sojasoße und mehreren weiteren Würzmitteln zubereitet.
Rund zehn gekochte Knödel können nach den genannten Angaben mehr als 1.000 Milligramm Natrium liefern. Eine dazu gereichte Dipsauce ist dabei noch nicht eingerechnet.
Panierte Fleischgerichte enthalten mehrere Natriumquellen
Hühnchen und Schweinefleisch für gebratene Gerichte werden häufig vor dem Kochen mariniert. Teigmantel, Saucen und Dips erhöhen den Natriumgehalt zusätzlich.
Große Portionen gebratenen Fleisches können außerdem etwa 30 bis 40 Gramm Eiweiß liefern. Für Menschen mit bestimmten Stadien einer Nierenerkrankung kann das relevant sein, wenn ihnen ein persönlicher Ernährungsplan empfohlen wurde.
Ramen und Fertignudeln liefern viel Natrium
Tonkotsu-, Miso- und andere kräftige Ramen-Brühen enthalten Natrium aus Salz, Miso, Saucen und weiteren Würzmitteln. Wer die Schüssel vollständig austrinkt, nimmt deutlich mehr davon auf.
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Bei Instantnudeln steckt das Natrium nicht nur im Gewürzpäckchen, sondern auch in den Nudeln und anderen Zutaten. Eine Untersuchung von 788 in Thailand verkauften Produkten ergab für Varianten mit Suppe einen mittleren Gehalt von etwa 1.913 Milligramm Natrium pro 100 Gramm. Trockene Varianten ohne Suppe lagen bei rund 1.077 Milligramm pro 100 Gramm.
Auch Suki und Khanom Jeen Nam Ya sind nicht automatisch leicht
Suki wirkt durch Gemüse und Fleisch oft ausgewogen. Ein großer Teil des Natriums kann jedoch aus der Brühe und der Dip-Sauce stammen, die meist Sojasoße, weitere Saucen und zusätzliche Würzmittel enthält.
Bei Khanom Jeen Nam Ya, Reisnudeln mit Currysoße, sind die fermentierten Nudeln meist nicht die Hauptquelle. Das Natrium kommt vor allem aus der Soße mit Fischsoße, Salz, Currypaste und anderen Zutaten. Salzige Beilagen, eingelegtes Gemüse und fermentierte Lebensmittel erhöhen die Aufnahme weiter.
Scharfe Salate können Salzgeschmack verdecken
Saure, scharfe und süße Aromen können den salzigen Geschmack weniger auffällig machen. Som Tam und andere thailändische Salate enthalten jedoch oft Fischsoße, fermentierte Fischsoße und weitere Würzmittel.
Wie viel Natrium tatsächlich in einer Portion steckt, hängt vom Rezept ab. Mehrere stark gewürzte Saucen und Zutaten können die Menge deutlich erhöhen.
Verarbeitete Fleischwaren summieren sich schnell
Chinesische Wurst, Moo Yor und andere Würste enthalten häufig Salz und Natriumverbindungen für Geschmack und Haltbarkeit. Sie kommen zu den übrigen Natriumquellen einer Mahlzeit noch hinzu.
Wer solche Fleischwaren mit Saucen, Dips oder salzigen Beilagen isst, kann die Gesamtmenge schnell steigern. Als Alternativen können häufiger frisches Fleisch, Fisch, Eier oder nur leicht gewürzte Eiweißquellen gewählt werden.
Zu viel Natrium belastet Flüssigkeitshaushalt und Blutdruck
Natrium hilft dem Körper, den Flüssigkeitshaushalt und den Blutdruck zu regulieren. Es spielt auch bei Nerven- und Muskelfunktionen eine Rolle. Für die meisten Erwachsenen gelten etwa 1.500 Milligramm pro Tag als ausreichend.
Eine hohe Natriumaufnahme führt dazu, dass der Körper mehr Wasser zurückhält, und kann den Blutdruck erhöhen. Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion können überschüssiges Natrium und Wasser schwerer ausscheiden. Dadurch sind Schwellungen, eine durch Flüssigkeit bedingte Gewichtszunahme und bei starker Einlagerung auch Atemprobleme möglich.
In Thailand liegt die durchschnittliche Aufnahme deutlich höher
Untersuchungen zur Natriumaufnahme in Thailand kommen auf durchschnittlich etwa 3.636 Milligramm pro Tag. Dieser Wert liegt deutlich über der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation von weniger als 2.000 Milligramm für Erwachsene.
Die WHO setzt diese Menge mit ungefähr fünf Gramm Salz gleich, also etwa einem Teelöffel.
Kleine Änderungen senken die Natriummenge
Bei Nudelsuppe und Ramen hilft es, nicht die gesamte Brühe zu trinken. Saucen können in geringerer Menge bestellt oder separat serviert werden. Dips sollten sparsam verwendet werden, und Speisen sollten erst probiert werden, bevor zusätzliche Würzung hinzukommt.
Bei verpackten Lebensmitteln zählt nicht nur der Natriumgehalt, sondern auch die Zahl der Portionen pro Packung. Menschen mit Nierenerkrankung, hohem Blutdruck oder Herzerkrankung sowie Personen mit Vorgaben zu Flüssigkeit, Kalium, Phosphor oder Eiweiß sollten die persönliche Empfehlung ihres Arztes oder einer anderen medizinischen Fachkraft befolgen.
Ungewöhnliche Beschwerden medizinisch abklären lassen
Ernährungsvorgaben unterscheiden sich von Patient zu Patient. Deshalb sollte nicht jeder Verzehr eines bestimmten Gerichts automatisch als Ursache für Beschwerden angenommen werden.
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Bei ungewöhnlichen Beinschwellungen, Veränderungen beim Wasserlassen, unerklärter Müdigkeit oder Atemproblemen ist eine medizinische Untersuchung nötig, um die Ursache festzustellen.

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