PATTAYA – Nach dem tödlichen Brand in einem Bangkoker Nachtclub stehen jetzt auch die Vergnügungslokale in Pattaya auf dem Prüfstand. Behörden kontrollierten am 13. Juli sieben Unterhaltungsstätten und fanden erhebliche Sicherheitsmängel. Mehrere Betreiber müssen ihre Fluchtwege und Brandschutzausrüstung sofort nachbessern.
Inspektionen nach der Katastrophe in Bangkok
Die Razzien folgen auf das verheerende Feuer in einem Nachtclub der Hauptstadt. Gouverneur Narit Niramaiwong ordnete die Kontrollen an, um das Sicherheitsniveau für Einwohner und Touristen zu erhöhen.
Im Fokus standen Fluchtwege, Ausgangsbeschilderung, Notbeleuchtung und Feuerlöscher. Die Beamten nahmen sieben Lokale unter die Lupe – drei außerhalb und vier innerhalb der ausgewiesenen Vergnügungszonen.
Zu wenig Löscher, schlechte Schilder
Die Prüfer entdeckten klare Defizite. In mehreren Betrieben fehlten ausreichend Notausgangsschilder, die Notbeleuchtung war lückenhaft. Für die Größe mancher Räume gab es zu wenige Feuerlöscher.
Die Betreiber erhielten die klare Anweisung, diese Mängel schnellstmöglich zu beseitigen. Beamte aus Pattaya und dem Bezirk Bang Lamung wurden zu Nachkontrollen verpflichtet.
Großeinsatz entlang der Walking Street
Vizegouverneur Isara Charoenchasri betonte die Dringlichkeit. Pattayas unzählige Unterhaltungslokale machten strenge Checks unverzichtbar, sagte er. Geprüft werden müssten Fluchtwegsysteme, Hindernisse auf Evakuierungswegen und leicht brennbare Innenmaterialien.
Die Provinz Chon Buri setze weiter auf harte Inspektionen. Nur so lasse sich das Vertrauen in den Tourismussektor stabilisieren, erklärte Charoenchasri. Die Kontrollen an der berühmten Walking Street in Süd-Pattaya liefen noch am selben Tag.
Koordinationszentrum für die Opfer
Der betroffene Bangkoker Nachtclub reagierte mit einem Facebook-Post auf die Tragödie. Darin entschuldigt sich das Management und kündigt ein Hilfszentrum an.
Von dort aus werden die Kontakte zu den Familien der Toten, den verletzten Überlebenden und weiteren Betroffenen gesteuert. Die Hilfe läuft in Abstimmung mit Polizei und anderen Behörden.



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