PHUKET – Eine 22-jährige ugandische Touristin ist am frühen Donnerstagmorgen in einem privaten Pool einer Luxusvilla im Bezirk Kamala ertrunken. Die junge Frau war mit einem indischen Touristen nach einer Partynacht in den Pool gestiegen und ertrank, weil sie offenbar keine gute Schwimmerin war. Ein dramatischer Rettungsversuch des Begleiters scheiterte, zudem war der Polizeinotruf nicht zu erreichen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft den Vorfall.
Notruf 191 nach Test der Polizei nicht erreichbar
Der indische Tourist schilderte den Beamten, er habe nach dem gescheiterten Rettungsversuch verzweifelt versucht, die polizeiliche Notrufnummer 191 anzurufen. Er kam jedoch nicht durch und wählte schließlich den medizinischen Notruf 1669, der gegen 04:30 Uhr bei den Rettungskräften einging.
Die Ermittler testeten die Nummer 191 noch vor Ort mit dem Telefon des Zeugen. Auch sie konnten keine Verbindung herstellen, was die Angaben des Mannes bestätigt und Fragen zur Erreichbarkeit des Notrufs aufwirft.
Zwei Meter tiefer Pool ohne Rettungsausrüstung
Das Unglück ereignete sich in einem etwa zwei Meter tiefen Swimmingpool mit abfallendem Boden. Claire Nabimanya, so die Identität der 22-Jährigen, wurde schließlich mit dem Gesicht nach unten am Grund des Beckens entdeckt.
Bei der Untersuchung des Tatorts stellten die Beamten fest, dass sich keinerlei Rettungsausrüstung in der Nähe des Pools befand. Hinweise auf einen Kampf, ein gewaltsames Eindringen oder eine sonstige Unordnung im Villenzimmer fanden die Ermittler nicht.
Begleiter nach Befragung zum Drogentest gebracht
Der indische Tourist gab an, erst an diesem Tag in Thailand eingereist zu sein. Er hatte die spätere Verunglückte in einem Unterhaltungslokal an der Bangla Road kennengelernt. Beide konsumierten gemeinsam Alkohol, bevor sie zur Villa zurückkehrten und gegen 04:00 Uhr in den Pool stiegen.
Der Zeuge wurde nach seinen Aussagen zur weiteren Befragung mit auf die Wache genommen. Als Teil des üblichen Verfahrens ordneten die Beamten zudem einen Drogentest an, dessen Ergebnis noch aussteht.
Kontakt zur ugandischen Botschaft aufgenommen
Der Leichnam der jungen Frau wurde noch in der Nacht zur Autopsie in das Vachira Phuket Hospital gebracht. Die Untersuchung soll die genaue Todesursache abschließend klären. Die Polizei des Bezirks Kamala hat unterdessen die Koordination mit der ugandischen Botschaft aufgenommen, um die Familie zu benachrichtigen und die Überführung der sterblichen Überreste zu organisieren.
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