BANGKOK – Während Taifun Dolphin über dem Pazifik zur höchsten Kategorie anwächst, hat das Thailändische Meteorologische Amt für weite Teile des Landes eine Warnung vor schweren Regenfällen herausgegeben. Der Sturm selbst wird Thailand voraussichtlich nicht direkt treffen, doch eine mächtige Monsunrinne bringt bis zum 1. August heftigen Dauerregen mit sich.
Thailands große Regenfront kommt mit voller Wucht
Das Thai Meteorological Department führt die bis 1. August (Samstag) erwarteten flächendeckenden Niederschläge auf einen aktiven Monsuntrog und einen kräftigen südwestlichen Monsun zurück. Besonders betroffen sind der obere Norden, die nordöstlichen Provinzen entlang des Mekong sowie die Grenzgebiete zu Myanmar.
Chawalit Chanthararat, Wasserexperte der TEAM GROUP, nannte die Ostküstenprovinzen am Golf von Thailand – Rayong, Chanthaburi und Trat – als weitere Risikozonen. In diesen Gebieten sind lokale Überflutungen, Erdrutsche und über die Ufer tretende Wasserläufe ausdrücklich zu befürchten.
Taifun Dolphin erreicht Kategorie 5
Derweil hat sich Dolphin, der 13. benannte Sturm des Jahres, auf dem offenen Pazifik rasant intensiviert. Der von Hongkong beigesteuerte Name, der „Delfin“ bedeutet, ist Programm: Erste Prognosen sehen den Sturm südlich von Japan auf Stufe 4 der fünfstufigen Skala, bevor er am Donnerstag die Maximalstufe 5 erreicht.
Die Behörden gehen derzeit nicht von einer Gefahr für Thailand aus. Der Wirbelsturm bleibt auf nördlicher Bahn und soll zunächst Japan, später China treffen.

Japans Süden am 7. August im Fokus
Die aktuellsten, noch vorläufigen Berechnungen von Chawalit sehen einen möglichen Landfall am 7. August in der Präfektur Kumamoto und nahe Fukuoka. Dort müsste dann mit extrem ergiebigen Regenmengen und heftigen Böen gerechnet werden.
Danach würde der geschwächte Sturm aufs chinesische Festland ziehen und am 9. August in Jiangsu, nördlich von Shanghai, an Land gehen. Auch die Binnenprovinz Henan könnte um den 11. August herum von starken Regenfällen getroffen werden, bevor sich das System endgültig auflöst. Diese Prognosen für den 9. und 11. August liegen jedoch außerhalb des offiziellen kurzfristigen Vorhersagezeitraums und sind daher vorläufig.
Zweites Sturmsystem für Tokio im Radar
Ein weiterer potenzieller Sturm bildet sich möglicherweise um den 7. August herum ebenfalls über dem Pazifik. Erste Projektionen zeigen eine nordwestliche Route in Richtung der Hauptstadtregion.
Trifft diese Entwicklung ein, würden Tokio und Sendai um den 11. oder 12. August herum von sehr starkem Regen erfasst. Der Experte betonte, dass diese Langfristprognose außerhalb des offiziellen Vorhersagezeitraums liegt und daher mit Vorsicht zu genießen ist. Das System soll voraussichtlich am 13. August über dem Japanischen Meer abklingen.
Schifffahrt vor Thailands Küsten gewarnt
Abseits des Taifuns hat der Südwestmonsun die See vor Thailands Küsten aufgewühlt. In der oberen Andamanensee an der Westküste steigen die Wellen auf zwei bis drei Meter, in Gewittern auf mehr als drei Meter.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Lesen Sie auch: Heftige Regenfälle ab sofort – Thailand warnt vor Sturzfluten
Für den oberen Golf von Thailand und die untere Andamanensee werden Wellen von rund zwei Metern erwartet. Kleinen Booten in der oberen Andamanensee wurde geraten, bei gefährlichen Wetterbedingungen im Hafen zu bleiben, und alle Seefahrer sollen Gewitterzellen strikt meiden.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: