BANGKOK – Thailand erwartet vom 8. bis 13. September mehr Regen mit schweren bis sehr schweren Niederschlägen. Das Katastrophenschutzamt warnt vor Sturzfluten, Wildwasser, Schlammlawinen und Überschwemmungen in allen Provinzen des Nordostens sowie in neun südlichen Provinzen. 71 Provinzen und Bangkok wurden zur Vorbereitung aufgefordert.
Nordostthailand bekommt den Regen zuerst
Nach Angaben des Leiters des Katastrophenschutzamtes, Teerapat Katchamat, zieht der starke Regen zunächst über den Nordosten. In der Zeit vom 8. bis 11. September liegt eine Monsunrinne über dem Norden, dem oberen Zentralthailand und dem Nordosten.
Zusätzlich bringt der Südwestmonsun über der Andamanensee, Thailand und dem Golf von Thailand weitere Feuchtigkeit. Dadurch kommt es in vielen Teilen des oberen Landes zu starkem Regen, örtlich auch zu sehr starken Niederschlägen.
Regen verlagert sich nach Zentralthailand und in den Süden
Am 12. und 13. September soll sich kalte Luft aus China über den oberen Norden und den oberen Nordosten ausbreiten. Die Monsunrinne verlagert sich dann in das untere Zentralthailand und den Osten bis zu einem kräftigen Tiefdruckgebiet über dem mittleren Südchinesischen Meer.
Im Norden und Nordosten geht der Regen dann zurück. Gleichzeitig nimmt er in Zentralthailand, Bangkok und dem Umland, im Osten und im Süden zu. Dort sind ebenfalls schwere bis sehr schwere Niederschläge möglich.
Alle Provinzen im Nordosten gelten als gefährdet
Im Nordosten sind sämtliche Provinzen betroffen. Im Süden nennt die Warnung Chumphon, Surat Thani, Narathiwat, Ranong, Phang Nga, Phuket, Krabi, Trang und Satun.
Starker Regen kann in den genannten Gebieten Sturzfluten, Wildwasser aus höher gelegenen Bereichen, Schlammlawinen und stehende Überschwemmungen auslösen. Als besonders kritisch gelten Regionen mit mehr als 90 Millimetern Regen innerhalb von 24 Stunden.
71 Provinzen bereiten Einsatzkräfte vor
Die zentrale Einsatzleitung für Katastrophenschutz hat über das Katastrophenschutzamt 71 Provinzen im Norden, Nordosten, in Zentralthailand und im Süden sowie Bangkok informiert. Auch die Katastrophenschutzzentren der Bezirke 1 bis 18 im ganzen Land wurden einbezogen.
Die Behörden sollen Wetter, Regenmengen und Wasserstände eng überwachen. Einsatzteams und Katastrophenschutzgeräte sollen in gefährdeten Gebieten bereitstehen, damit Hilfe schnell geleistet werden kann.
Naturziele können geschlossen werden
Bei Naturattraktionen wie Wasserfallhöhlen und Durchgangshöhlen sollen die Behörden Warnungen aussprechen und den Zugang vollständig sperren, wenn eine Gefahr besteht. Für mögliche Evakuierungen sollen ausreichend Notunterkünfte vorbereitet werden.
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Die Bevölkerung soll Wetterdaten, Warnungen, die Wasserlage und amtliche Nachrichten laufend verfolgen. Über die Anwendung „THA DISASTER ALERT“ können Warnmeldungen verfolgt werden; über die Line-Plattform „DDPM 1784“ und die Notrufnummer 1784 kann rund um die Uhr Hilfe angefordert werden.

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