BANGKOK, Thailand – Thailands Oberstes Gericht hat die Todesurteile gegen fünf Verurteilte aus einem grenzübergreifenden Methamphetamin- und Geldwäschenetzwerk bestätigt. In dem Verfahren ging es um 5,2 Millionen Drogentabletten und beschlagnahmte Vermögenswerte im Wert von rund 100 Millionen Baht.
5,2 Millionen Tabletten für den Verkauf bestimmt
Nach den Feststellungen der Drogengerichtsbarkeit besaßen ein flüchtiger Verdächtiger und weitere Beteiligte im Februar 2014 insgesamt 5,2 Millionen Tabletten der Kategorie-1-Drogen zum Verkauf.
Der flüchtige Verdächtige wurde nicht gemeinsam mit den fünf Angeklagten vor Gericht gestellt. Das Oberste Gericht sah ausreichende Beweise dafür, dass die Angeklagten zwei und drei mit der Angeklagten eins Drogendelikte verabredeten.
Angeklagte sollen Drogen und Geld bewegt haben
Nach den Feststellungen des Gerichts nahm die Angeklagte eins die Drogen entgegen, lagerte sie und übergab sie an Käufer. Die Angeklagten zwei und drei handelten demnach auf ihre Anweisung und wickelten Finanztransaktionen ab.
Die Angeklagten vier und fünf sollen Drogengeld in ein Fahrzeuggeschäft in Myanmar eingebracht haben. Dabei sei die Herkunft des Geldes verschleiert worden, indem die Vermögenswerte in eine andere Form überführt wurden.
Geldwäsche und Konten für Drogenerlöse
Das Gericht befand die Angeklagte vier der Geldwäsche für schuldig. Der Angeklagte fünf soll Bankkonten eröffnet haben, um Überweisungen aus Drogenerlösen der Angeklagten eins entgegenzunehmen.
Die Staatsanwaltschaft hatte den fünf Angeklagten eine Vereinbarung zum Drogenhandel, Unterstützung von Drogenstraftätern sowie die gemeinsame Planung und Durchführung von Geldwäsche vorgeworfen. Alle fünf bestritten die Vorwürfe.
Polizei beschlagnahmt Häuser, Fahrzeuge und Motorräder
Beamte des Narcotics Suppression Bureau nahmen das Finanznetzwerk der Gruppe nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Jahr 2019 fest. Die Festnahmen erfolgten im Wohnprojekt Grand Bangkok Boulevard an der Straße Ratchada-Ram Intra in Bangkok.
Dabei beschlagnahmte die Polizei Vermögenswerte im Wert von rund 100 Millionen Baht. Dazu gehörten vier Häuser mit Grundstücken im Wert von etwa 76 Millionen Baht, zwei Eigentumswohnungen für rund 3,3 Millionen Baht sowie weitere Gegenstände im Wert von etwa 5 Millionen Baht.
Luxusfahrzeuge gehören zu den beschlagnahmten Werten
Unter den sichergestellten Fahrzeugen waren ein Toyota Alphard, ein Porsche Panamera und ein Mercedes-Benz 220D. Außerdem listete die Polizei vier Harley-Davidson-Motorräder und eine Honda NSX auf.
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Der Wert der Motorräder wurde mit rund 2,2 Millionen Baht angegeben. Die Operation zielte darauf ab, die Geldspur und die Herkunft der Vermögenswerte zu verbergen.
Todesurteile bleiben bestehen
Das Strafgericht hatte zunächst gegen alle fünf Angeklagten die Todesstrafe verhängt. Die Drogengerichtsbarkeit des Berufungsgerichts bestätigte die Urteile später.
Die Angeklagten zwei bis fünf legten mit Genehmigung des Obersten Gerichts Berufung ein. Die Angeklagte eins legte keine Berufung ein, sodass ihr Todesurteil nach der Entscheidung des Berufungsgerichts bestehen blieb.
Gericht sieht Gefahr für die Staatssicherheit
Die Drogengerichtsbarkeit des Obersten Gerichts erklärte, sie habe die Gerichtsakten geprüft. Die Namen der Verurteilten wurden als Piyachat, Krittipong, Amphon, Somboon und Korakot angegeben.
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Nach Ansicht des Gerichts stellte das Ausmaß des Methamphetamin-Falls eine ernsthafte Gefahr für die Staatssicherheit dar. Sollten die Drogen in Gemeinden gelangen, drohten Schäden durch Kriminalität sowie für Wirtschaft, Gesellschaft und öffentliche Gesundheit.
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