BANGKOK, Thailand – Die Gesundheitsbehörden sollen das gefährliche SFTS-Virus genauer überwachen. Zwei zuerst im Juni 2025 im Labor bestätigte Fälle in Phetchabun standen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation mit engem Kontakt zu Haushunden in Verbindung. Rund um die Häuser der Betroffenen wurden infizierte Hundezecken gefunden.
Neue Fälle mit Hunden in Verbindung gebracht
Die beiden Patienten aus Phetchabun hatten engen Kontakt zu Haushunden. Rund um ihre Häuser wurden infizierte Hundezecken gefunden.
SFTS steht für das schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom. Die Virusinfektion kann zu sehr hohem Fieber, niedrigen Blutplättchenzahlen und tödlichen Komplikationen führen.
Fieber kann schnell gefährlich werden
SFTS kann nach Angaben der Epidemiologie-Abteilung mit plötzlichem hohem Fieber, Erbrechen und Durchfall beginnen. Danach können ein Mangel an Blutplättchen, eine Leberentzündung, Schock und das Versagen mehrerer Organe folgen.
In Ländern mit bekannten Fällen liegen die gemeldeten Sterberaten zwischen 10 und 30 Prozent. Bei Patienten mit Fieber und niedrigen Blutplättchen sollen Ärzte deshalb auch an SFTS denken, wenn ein Kontakt mit Zecken möglich war.
Sechs Fälle in Thailand bekannt
Thailand bestätigte den ersten SFTS-Fall im Jahr 2019. Nachträgliche Untersuchungen wiesen weitere Infektionen in Bangkok und benachbarten Provinzen nach.
Mit den im Juni 2025 gemeldeten Fällen stieg die Zahl der von thailändischen Behörden genannten Infektionen auf sechs. Fälle wurden in Bangkok, Phetchabun, Nakhon Pathom und Chachoengsao festgestellt.
SFTS wird vor allem mit Zecken in Verbindung gebracht
SFTS wird vor allem durch Zecken übertragen. Die betreffende Zecke kann Rinder, Büffel, Schafe, Ziegen, Pferde, Schweine, Hunde, Katzen, Wildtiere und Nagetiere befallen und auch Menschen stechen.
Übertragungen von Tieren auf Menschen wurden gemeldet. Auch eine Ansteckung von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten eines infizierten Patienten ist möglich.
Thailand bietet mehrere Risikofaktoren
Nach Einschätzung der Behörde gibt es in Thailand Lebensräume, die Zecken begünstigen. Als weitere Faktoren gelten der enge Kontakt mit Haustieren, die Zecken tragen können, sowie die Einfuhr von Tieren, die solche Zecken beherbergen könnten.
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Auch Reisen in Gebiete, in denen SFTS verbreitet ist, können eine Rolle spielen. Die betreffende Zeckenart wurde bei früheren Untersuchungen in einigen Nationalparks gefunden, doch ein dauerhafter Bestand in Thailand ist bislang nicht eindeutig belegt.
Behörden verstärken die Überwachung
Das Department of Disease Control hat die Gesundheitsämter der Provinzen, die Gesundheitsbehörden Bangkoks und die Einheiten zur Seuchenbekämpfung zu einer engeren Überwachung aufgefordert. Sie sollen die Entwicklung von SFTS weiter verfolgen.
Die Gesundheitsbehörden wollen die Krankheit bei passenden Symptomen schneller in Betracht ziehen. Das gilt vor allem für Menschen, die engen Kontakt zu Tieren haben, die Zecken tragen können.
Studie weist auf Hundezecke hin
Eine Studie aus dem Jahr 2026 lieferte weitere Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen SFTS-Infektionen in Thailand und Rhipicephalus sanguineus, der sogenannten Hunde- oder Braunzecke. Forscher fanden das Virus in Zecken, die an Hunden und in der Umgebung von zwei tödlichen menschlichen Infektionen gesammelt wurden.
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Die Behörden beobachten die Lage weiter und rufen Gesundheitsmitarbeiter sowie die Bevölkerung zu größerer Aufmerksamkeit auf. Das gilt besonders für Bereiche, in denen Menschen engen Kontakt zu Tieren haben, die Zecken tragen können.

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